Liquiditätsmanagement
Unter Liquiditätsmanagement versteht die Betriebswirtschaftslehre den ökonomisch rationalen Umgang mit Zahlungsmitteln.
Eine Kommune ist liquide, wenn sie die Fähigkeit hat, ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht und vollständig nachzukommen - kurz: wenn ihre stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist. Der Finanzhaushalt und die Finanzrechnung sind die Anknüpfungspunkte auf Haushaltsplan- und Jahresabschlussebene, unterstützt von Instrumenten, die eine sorgfältige Liquiditätssteuerung zeitnah ermöglichen. Die Vermeidung von überschüssiger Liquidität, Ertrag bringende Zwischenanlagen, die Verringerung der Liquiditätsuntergrenze und die Beherrschung der Risiken in Mittelbereitstellung und Zinswirkungen sind wesentliche Ziele des kommunalen Liquiditätsmanagements, die eine tagesgenaue Steuerung erfordern. Langfristige Liquiditätssicherung kommt als nachhaltig zu beantwortende Fragestellung hinzu. Eine Zusammenarbeit von Kernverwaltung und kommunalen Beteiligungen (Cash-Pooling) dient der Optimierung.
Weitere Stichworte: Forderungsmanagement, Schuldenmanagement, Management kommunaler Verbindlichkeiten
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siehe das Thema
- Literatur/Aufsätze
» Frischmuth, Birgit: Muster-Dienstanweisung des Deutschen Städtetages für die Aufnahme von Krediten zur Liquiditätssicherung (Kassenkredite). In: ZKF, Heft 9/2011, S. 208-210
» Rose, Joachim: Zur Bedeutung der Liquiditätsplanung im Neuen Kommunalen Rechnungswesen. In: ZFK Zeitschrift für Kommunalfinanzen, Nr. 9/2010, S. 193-201
» Stockel-Veltmann, Christoph; Theil, Volker: Einrichtung eines Liquiditätsrisikomess- und -steuerungsverfahrens durch die Gemeinden. In: KKZ, Heft 1/2012, S. 2-7
» Wambach, Martin; Adams, Dirk: Compliance und Risikomanagement in der kommunalen Geldanlage. Kommunale Geldanlagen richtig organisieren - Persönliche Haftung minimieren! In: Der Gemeindehaushalt Heft 8/2011, S. 183-185


