D 115/Service-Center/CC
Bürger, die im Umgang mit öffentlichen Verwaltungen eher ungeübt sind, unterscheiden nicht zwischen Finanzamt, Sozialamt oder Bürgeramt. Ihr Anliegen wollen sie direkt und aus einer Hand geklärt wissen.
Das Interesse der Bürger liegt darin: schnell und kompetent, rechtssicher und ohne großen Aufwand ihr Anliegen von der zuständigen Organisation (der Verwaltung) erledigt zu bekommen. Wird "der Staat" diesem Anspruch gerecht, dann ist ist dies ein großer Beitrag zur eigenen Imagepflege. Jeder noch so gerechtfertigte Verweis auf die Zuständigkeit einer anderen Verwaltungsorganisation wird im Zweifel lästig, unnötig bzw. als "typische Bürokratie" verstanden. Folglich ist es sinnvoll und hilfreich, den Bürgern eine zentrale Anlaufstelle für alle ihre Anliegen mit Behördenkontakt anzubieten. Diese Aufgaben lassen sich heute elegant in kommunalen Service-Centern bündeln.
Sollten in der Kommune bereits Call-Center bzw. Bürgercenter - vielleicht sogar beides - eingerichtet sein, so sind diese bestens geeignet, den Service-Gedanken über die kommunalen und amtsspezifischen Grenzen hinweg aufzugreifen. Es ist daher an der Zeit, sich mit dem Vorhaben "einheitliche Behördenrufnummer "D115"" des Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Einheitlichen Ansprechpartner, der aus der EU-Dienstleistungsrichtlinie erwächst, intensiver denn je zu befassen.
Für Kommunen, die sich überlegen, ob Sie sich an dem Projekt D115 beteiligen oder eine Kooperation mit anderen Kommunen eingehen wollen, stellt die KGSt aus ihrem Competence Center „Strategisch steuern in der Krise" heraus die Materialie „Service-Center und D115: Erfahrungsberichte aus Kommunen" zur Verfügung.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Servicecenter und D115. Erfahrungsberichte aus Kommunen (Materialien 2/2011)
» Bürgerkontakte - mit Wissensmanagement kompetent und effizient gemacht (Bericht 8/2005)
» Call-Center-Lösung in Kommunen. Beispiele aus der Praxis (Materialien 1/2005) - Links
» Bundesministerium des Innern - Projekt D115



