Geodatenmanagement

Geodatenmanagement (GDM) heute bedeutet: Daten mit Raumbezug für vielfältige strategische und operative Fragestellungen in Politik und Verwaltung nutzbar zu machen und damit Mehrwerte zu erzeugen.

In den Kommunen liegen mannigfaltig Fachdaten in unterschiedlicher Form vor. Dazu kommen die geografischen Daten in ihrer eher traditionellen Nutzung. Neue Nutzungs- und Auswertemöglichkeiten entstehen mit der verstärkten Kombination zwischen Geobasisdaten und Fachdaten, was z. B. im Rahmen von Liegenschaftsbewertungen im neuen Haushalts- und Rechnungswesen und bei meist webbasierten - Geoinformationssystemen (GIS) bereits gelingt. GDM ist heute mehr denn je gefragt, wenn es darum geht, effiziente Entscheidungen vorzubereiten oder Lösungsmöglichkeiten für komplexe Problemstellungen mit Raumbezug zu erzeugen.

Um möglichst große Effekte zu erzielen, müssen Geodaten in allen Bereichen der Verwaltung genutzt werden können, denn viele Prozesse in der Verwaltung haben einen Raumbezug, z. B. Betreuung der Sozialhilfeempfänger, Ermittlung des Wohnungsbestandes, Vergabe von Kfz-Kennzeichen, Berücksichtigung von Umweltbelangen, Vorbereitung von Bauvorhaben. Zudem sind Entscheidungen leichter zu fällen und über die gesamte Verwaltung hinweg abzusichern, wenn die Lesbarkeit der Information vereinfacht wird (Visualisierung).

Viele der im kommunalen Verwaltungsvollzug erhobenen Daten dienen primär den internen Verwaltungsprozessen. So erreichen viele der nützlichen Informationen die potenziellen Nutzer innerhalb und außerhalb der Verwaltung heute noch nicht. Für externe Nutzer werden die Mehrwerte der lieferbaren Informationen meist erst dann nachvollziehbar, wenn sie visualisiert sind. Damit ist der Wert für Dritte dann sichtbarer, wenn ein Geobezug hergestellt ist. So kann zum Beispiel der Frage leichter nachgegangen werden, ob eine Korrelation besteht zwischen Wohnungsfluktuation und Verkehrsaufkommen in der Straße oder im urbanen Raum ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Bevölkerungsverteilung nach Alter und der Anzahl freier Kindergartenplätze besteht. Geodaten standen meist nur eingeschränkt zur Verfügung und konnten nur begrenzten Nutzen entfalten. Vorhaben wie XPlanung oder die Aufgaben, die sich aus der INSPIRE-Richtlinie für die Kommunen ergeben, tragen zur Erhöhung dieses Wertes bei.

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