IT-Trends
Die Zukunft der Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung ist geprägt von organisatorischen Fragestellungen. Prozessoptimierung erfordert eine integrierte Sicht auf organisatorische und technische Aspekte.
Zwar gilt nach wie vor der Grundsatz „erst organisieren, dann digitalisieren.", aber Organisationsarbeit ohne Grundkenntnisse von IT ist heute kaum mehr durchführbar. Die Möglichkeiten der Informationstechnik zur Prozessunterstützung sind vielfältig und liefern zum Teil völlig neue Optimierungsansätze.
Auf dem Weg zur Prozessorganisation und zum Prozessmanagement werden schnelle und anpassungsfähige Instrumente zur Prozesssteuerung immer wichtiger, zumal viele Prozesse über Fachbereichs- und Organisationsgrenzen hinweg laufen. Hierfür braucht es eine agile IT-Architektur, die es möglich macht, Prozesse mit wiederverwendbaren, standardisierten Basiskomponenten und Diensten zusammen zu „bauen". Auch in der Kommunalverwaltung halten daher „Serviceorientierte Architekturen (SOA)" Einzug. Die Umsetzung und Einhaltung von organisatorischen und technologischen Standards wird zum Erfolgsfaktor für die Zusammenarbeit in der öffentlichen Verwaltung insgesamt.
Daneben spielen Webtechnologien weiterhin eine zentrale Rolle. Die Möglichkeiten des Internet sind noch lange nicht ausgeschöpft. Elektronische Leistungs- und transparente Informationsangebote aus Politik und Verwaltung, Bürgerbeteiligung und -engagement im „Web 2.0" werden weiter ausgebaut worden. Ob sich auch die Leistungserstellung stärker ins Netz verlagern wird, so wie es beim „Cloud Computing" gedacht ist, bleibt hingegen abzuwarten.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Stadt Bergheim - IT-Lösungen aus der Cloud (Report 1/2012)


