Service orientierte Architekturen (SOA)

Das Konzept der Serviceorientierten Architektur beschreibt eine Methode für den Aufbau von IT-Architekturen. Dabei geht es in erster Linie darum, Prozesse optimal mit Informationstechnik zu unterstützen.

SOA ist der Versuch, Organisation und IT optimal miteinander zu verbinden. Prozesse werden aus organisatorischer Sicht in Teilprozesse und Aktivitäten gegliedert, die dann wiederum mit entsprechenden Diensten (Services) unterstützt oder (teil-)automatisiert werden können.

Bestimmte Funktionen werden in zahlreichen Prozessen immer wieder in gleicher Art benötigt. Beispielsweise läuft ein Bezahlvorgang unabhängig von der Fachaufgabe immer gleich ab und kann über einen Dienst (z.B. E-Payment) eingebunden werden. Die Wiederverwendbarkeit der Services soll zu mehr Wirtschaftlichkeit beim Umgang mit der IT und mehr Flexibilität in den Leistungserstellungsprozessen führen. Die Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Dienste miteinander zu verbinden und zu steuern.

Im kommunalen Umfeld bedeutet SOA in vielen Bereichen einen Paradigmenwechsel. Weg von monolithischen Fachverfahren, die Fachprozesse insgesamt unterstützen und dafür alle für einen Vorgang notwendigen Funktionalitäten beinhalten hin zu einer E-Government-Infrastruktur, die aus einer Kombination von zentralen Basiskomponenten, schlanken fachbezogenen Anwendungen und wieder verwendbaren Services besteht. SOA erfordert eine sehr starke Anpassung und Integration der einzelnen IT-Komponenten und die Vernetzung zwischen Organisation und IT, damit Prozessmodellierung und IT-Umsetzung aufeinander abgestimmt sind. Durch standardisierte Schnittstellen schafft SOA auch Grundlagen dafür, Dienste stärker als bisher gemeinsam zu nutzen und Funktionen zentral, z. B. über das Internet, bereitzustellen.

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