CIO/Steuerungskompetenz
Die KGSt diskutiert zur Zeit mit kommunalen Fachleuten, welche Rolle und Funktion dem CIO in der kommunalen Verwaltung zukommt und inwieweit er mit dem CIO in der Privatwirtschaft korrespondiert.
Wenn in der Vergangenheit eine effiziente Steuerung der Kommune noch weitgehend ohne flächendeckende IT auskam, so sind heute effiziente kommunale Prozesse ohne IT undenkbar und im Verbund - insbesondere bei den kleineren Kommunen oft leichter umsetzbar. Um den für die Kommune im Kontext der Gegebenheiten und Möglichkeiten besten Weg zu gehen, ist die Ausgestaltung der Rolle eines sogenannten CIO (Chief Information Officer oder IT-Steuerer) ein durchaus einträgliches und vielversprechender Ansatz, die IT geschickt und zielorientiert zu steuern.
Kennt der CIO/IT-Steuerer die langfristigen Strategien der Kommune und weiss sie aus IT-Sicht richtig und zukunftsweisend einzuschätzen, kann er frühzeitig Stellschrauben und Aufwände erkennen. In dieser Rolle muss er nicht die Technik beherrschen, sondern vielmehr ein organisatorisches Grundverständnis über Wirkungsweisen von IT mitbringen.
Gibt es in der Verwaltung bereits einen CIO, so empfehlen wir, ihn als engen Partner des Verwaltungschefs anzusiedeln und mit den entsprechenden Kompetenzen auszustatten. Hierdurch kann er eine IT-Strategie entwickeln, die auf der Gesamtstrategie der Verwaltung aufsetzt. Der CIO in der öffentlichen Verwaltung ist letztendlich der Verwaltungsmanager mit Technologieerfahrung und der Vermittler zwischen den beiden „Welten".
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Steuerung der kommunalen Informationsverarbeitung (Bericht 7/1999)


