Strategie und Steuerung
Die aktuelle Situation in der Kinder- und Jugendhilfe ist geprägt von veränderten Familienstrukturen und dem gesellschaftlichen Wandel. Gleichzeitig gerät die Kinder- und Jugendhilfe immer stärker unter Kosten- und Legitimationsdruck.
Zur Veranschaulichung: Die Jugendhilfeausgaben sind in Deutschland von rund 14,3 Milliarden Euro im Jahr 1992 auf rund 20,6 Milliarden Euro in 2003 angestiegen und stellen im kommunalen Haushalt einen der größten Kostenblöcke dar. Um so wichtiger ist es, dem Leitgedanken eines modernen Sozialstaatsverständnisses, die jeweiligen Leistungen in hohem Maße an der Passgenauigkeit und der Wirkungsorientierung auszurichten, konsequent zu verfolgen. Insofern spielen Strategie und Steuerung in der Jugendhilfe eine immer bedeutendere Rolle. Hierzu gehört u.a. die ergebnisorientierte Steuerung (Bericht 9/1994), die Entwicklung von Fachbereichsstrategien (Bericht 11/2000), klare Leistungsvereinbarungen (Bericht 12/1998) zwischen Kommune und freien Trägern und eine integrierte Fach- und Ressourcenplanung (Bericht 3/1996).
Als fachliche Antwort auf die in den letzten Jahren entstandenen Herausforderungen für die Strategie und Steuerung der Jugendhilfe wurde das Modell der Sozialraumorientierung entwickelt, das bereits in vielen Jugendämtern als eine prägende Leitorientierung eingeführt wurde. Die Umsetzung des sozialräumlichen Konzepts erfordert ein verändertes Steuerungsverständnis. Adressatenorientierung und Zielfragen rücken stärker ins Zentrum. Hier bietet die „Praxishilfe zur Jugendhilfeplanung unter Berücksichtigung sozialräumlicher Orientierungen" des Instituts für soziale Arbeit e.V eine gute Arbeitshilfe.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Vermeidung von Kindeswohlgefährdungen bei der Stadt Bielefeld. Eine Risikoanalyse als konzeptionelles Steuerungsinstrument (B 12/2007)
» Strategisches Management IV. Fachbereichsstrategien am Beispiel der Jugendhilfe (Bericht 11/2000)
» Kontraktmanagement zwischen öffentlichen und freien Trägern in der Jugendhilfe (Bericht 12/1998)
» Integrierte Fach- und Ressourcenplanung in der Jugendhilfe (Bericht 3/1996)
» Outputorientierte Steuerung der Jugendhilfe (Bericht 9/1994)
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