Kulturmanagement

Die Kultureinrichtungen sind durch die Veränderungen des NSM immer mehr in den Bereich des Managements gekommen. Nicht nur Kulturprojekte oder Einrichtungen anzubieten, sondern dies im Abgleich mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen wirkungsorientiert zu führen, ist eine große Herausforderung.

Die Antwort auf die Frage „Ist unsere Kulturarbeit gut oder schlecht?" ist nicht einfach. Ist sie vergleichsweise dann gut:

  • wenn das Stadttheater eine hohe Auslastungsquote hat?
  • wenn bei einem Stadtfest der Zuschussbedarf pro Einwohner möglichst gering ist?

oder

  • wenn Schulklassen zu Besuchen von Konzerten experimenteller Komponisten motiviert werden können?
  • wenn für das experimentelle Theater neue Probenräume zur Verfügung gestellt werden?

Diese Fragen können qualifiziert nur im Abgleich mit den Zielen der örtlichen Kulturpolitik beantwortet werden. Dabei kommt es entscheidend darauf an, daß die Fragestellung sich auf qualitative und quantitative Aspekte bezieht.

Darüber hinaus müssen sich Verantwortliche in der Kulturarbeit systematisch die folgenden steuerungsrelevanten Fragen stellen:

  • Was sind die strategischen Ziele und Produkte?
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Bieten wir die richtigen Leistungen an?
  • Erreichen die Leistungen ihr Ziel?
  • Stimmt die Qualität der Leistungen?
  • Stimmt die Quantität der Leistungen?
  • Wie hoch sind die Kosten der Leistungserbringung?
  • Wie können die Leistungen finanziert werden?
  • Werden die Leistungen rechtmäßig und wirtschaftlich erbracht?
  • Wie kann den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger besser entsprochen werden?
  • Ist die Leistungserbringung ausreichend flexibel?
  • Werden die Fähigkeiten und die Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt und gefördert?

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