Neues Steuerungsmodell

New Public Management ist eine Reformbewegung für den öffentlichen Sektor, die seit Anfang der 80'er Jahre in allen westlichen Industriestaaten zu beobachten ist. Mit ihr sollen die durch Zeitablauf (Max Weber 1926) und Umfeldveränderungen entstandenen Verkrustungen bürokratischer Systeme überwunden werden. Sie sollen in zielorientierte, wirksame und wirtschaftlich handelnde Dienstleister umgewandelt werden.

Die KGSt griff Anfang der 90er Jahre diese Ideen auf, passte sie für deutsche Kommunen an und entwickelte als umfassendes Reformkonzept das „Neue Steuerungsmodell" (NSM) ), das die konzeptionelle Basis des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens bildet.
NSM-Baum
Kernelemente des Neuen Steuerungsmodells sind:

  • Klare Verantwortungsabgrenzung zwischen Politik und Verwaltung
  • Kontraktmanagement
  • Produktkonzept
  • Dezentrale Gesamtverantwortung im Fachbereich
  • Zentraler Steuerungs- und Controllingbereich
  • Outputsteuerung bzw. dessen Weiterentwicklung in Form wirkungsorientierter Steuerung

Die deutschen Kommunen sind bereits seit den 90iger Jahren in der Mehrzahl den KGSt-Empfehlungen gefolgt und haben sich auf einen langen und aufwändigen Modernisierungsweg begeben. Die KGSt unterstützte die Konzeptentwicklung und Umsetzung durch eine Vielzahl von Berichten, Seminaren, Kongressen, Beratungsangeboten bis hin zur Bildung eines Umsetzungsnetzwerks (Kommunen der Zukunft) gemeinsam mit Stiftungen, Hochschulen und Beratungsfirmen.

Das NSM hat damit einen Paradigmenwechsel bewirkt und eine Phase grundlegender Systemveränderungen in den Kommunen eingeleitet. Es ist von einem Reformkonzept zu einem heute in Theorie und Praxis breit akzeptierten und umgesetzten Führungs- und Steuerungssystem geworden. Konzeption und Begrifflichkeit sind auch auf Bundes- und Landesebene übernommen worden. Die Modernisierung der Verwaltung und das Management von Innovationen bleiben als Daueraufgabe weiterhin auf der Agenda der KGSt-Kommunen.

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NSM 2.0