Stellenbemessung
Unter Qualitäts- und Kostengesichtspunkten ist von zentraler Bedeutung, den zur Leistungserstellung notwendigen Stellenbedarf möglichst zuverlässig und genau zu ermitteln.
Die Antworten auf Fragen „Wie effektiv ist das Handeln?" und „Wie effizient ist das Handeln?" sind jedoch bei einer partiellen Betrachtung allein des Stellenbedarfs nicht möglich.
Bei einer reinen Stellenbemessung bleiben folgende Fragen ausgeblendet:
- Erfüllen die Leistungen überhaupt die angestrebten Ziele?
- Sind die Prozesse und Strukturen optimal auf die Leistungserstellung ausgerichtet?
Aus der Einsicht, dass der Personalbedarf keine objektive, vom Leistungsprogramm, der Qualität der Leistung, von Organisation (Prozessen und Strukturen), Qualifikation, Personalentwicklung und -führung unabhängige Größe ist, folgt, dass Stellenbemessung kein singuläres, für sich allein stehendes organisatorisches Projekt sein darf. Stellenbemessung ist im Kontext ganzheitlicher Steuerung in ein umfassendes Optimierungskonzept einzubinden, um den wirklichen Bedarf zu erkennen. Folgende Schritte sind der Stellenbemessung deshalb unbedingt vorzuschalten:
- Produkt- bzw. Aufgabenkritik (Machen wir die richtigen Dinge?)
- Geschäftsprozessoptimierung (Machen wir die Dinge richtig?)
Nur wenn im Vorfeld diese Bereiche auf Verbesserungspotenziale hin überprüft wurden, kann der optimale Stellenbedarf ermittelt werden.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Organisationsmanagement (Handbuch 1999), Kapitel 17: Stellenbemessung


