Produktkritik

Je geringer die Ressourcen, umso wichtiger wird ihre Verwendung im Sinne einer abgestimmten Strategie. Deshalb ist Produktkritik notwendiger Bestandteil in jedem Prozess der Haushaltskonsolidierung.

Produktkritik fragt periodisch oder anlassorientiert - auf jeden Fall aber systematisch - danach, welchen Wirkungsbeitrag bei welchem Ressourceneinsatz ein Produkt oder Projekt im Hinblick auf die strategischen Ziele einer Kommune bringt und ob das erzielte Ergebnis in einem angemessenen Verhältnis zum Ressourceneinsatz steht.

Zentrale Fragen bei der Produktkritik sind:

  • Was trägt jedes Produkt dazu bei, die strategischen Ziele zu erreichen?
  • Haben wir im Sinne der vorgenannte Frage die Ressourcen richtig eingesetzt?
  • Erstellen wir die richtigen Produkte, um unsere Ergebnis- und Wirkungsziele zu erreichen? Gibt es andere Produkte, die dies besser könnten? Müssen wir ganz neue Produkte anbieten?
  • Erstellen wir Produkte in der richtigen Qualität? Müssen und können wir sie gemeinsam mit anderen Kommunen besser erstellen? Sind gar andere Institutionen die besseren Produkt-Ersteller?
  • Können wir alle Leistungen noch anbieten? Auf welche sollten wir verzichten? Wo können wir Standards reduzieren?

Zwei produktkritische Verfahren werden unterschieden:

  • Produktkritik als Routine im Verfahren der Haushaltsplanaufstellung.
  • Produktkritik als Projekt bei besonderen Anlässen.

Bei der Produktkritik treten Politik und Verwaltung in einen Dialog.
Ein produktkritisches Verfahren kann dazu beitragen, die Prioritäten besser umzusetzen und Entscheidungen über die Verteilung von Haushaltsmitteln zu treffen.

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