Ausgangslage
Der demografische Wandel schafft neue Anforderungen an alle kommunalen Leistungsbereiche.
Unabhängig von der Frage, ob zukünftig die Leistungen von bestehenden oder neuen, stationären oder mobilen Einrichtungen erbracht werden, müssen die Leistungen - so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig - für und mit Bürgern sowie Trägern gemeinsam entwickelt werden. Gefordert sind nicht nur neue Lösungen der Infrastrukturanpassung, sondern auch Anpassungen bisheriger Fachkonzepte, die die veränderten Bedürfnisse der Bürger aufgreifen und daraus neue und/oder veränderte Leistungsangebote entwickeln.
Neue und/oder veränderte Produkte und Leistungen werden nicht nur veränderte Arbeitsabläufe und Strukturen erfordern, sondern auch veränderte Anforderungen an die Beschäftigten stellen. Das bedeutet zum einen, dass sich vermutlich für einen Teil der Mitarbeiter entweder die Schwerpunkte Ihrer Tätigkeiten verändern oder ihre Tätigkeit ganz wegfällt, was hohe Anforderungen an ihre Flexibilität und ihre Lernbereitschaft stellt. Zum anderen steigen die Anforderungen an arbeitsplatzbezogene Qualifikationen generell. Die Steigerung bezieht sich auf fachliche, methodische, soziale und persönliche Anforderungen.
Da das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland - trotz verlängerter Lebensarbeitszeit, steigender Frauenerwerbsbeteiligung und bei weiterer positiver Nettowanderung von Erwerbspersonen - langfristig etwa ab 2010/2015 sinken wird, wird sich der bereits jetzt stattfindende Wettbewerb zwischen Arbeitgebern weiter verstärken. Dies gilt sowohl für die Konkurrenz zwischen öffentlichen und privaten Arbeitgebern als auch zwischen den öffentlichen Arbeitgebern. Aber nicht nur die Anzahl, auch die Zusammensetzung des Erwerbspersonenpotenzials verändert sich. Während der Anteil der Jüngeren abnimmt, steigt der Anteil der Älteren. Ein Trend, der in der gesamten Europäischen Union zwischen 2010 und 2020 spürbar wird.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Der demografische Wandel in Kommunalverwaltungen. Strategische Ausrichtung und Handlungsansätze des Personalmanagements (Bericht 3/2010)


