Personalkostenbudgetierung und -controlling
Die (Personalkosten-)Budgetierung führt dazu, dass dezentrale Einheiten mehr Kostentransparenz erhalten. In der Folge von Kostentransparenz entsteht Kostenbewusstsein und dies ist die Grundlage für eine (Personal-)Kostenoptimierung.
Nachhaltig ist eine Kostenoptimierung vor allem dann, wenn die Personalkosten als Teil des Produktbudgets und der Produktverantwortung verstanden werden. So kann beispielsweise über Substitutionsmöglichkeiten zwischen Personal- und Sachkosten im Sinne einer Gesamtkostenoptimierung bewusst entschieden werden.
Da die Einbeziehung der Personalkosten in die Budgetierung den Fachbereichen ein hohes Maß an (Kosten-)verantwortung zuweist, muss diese von der Zuweisung entsprechender Kompetenzen auf personalwirtschaftlichen Feldern, beispielsweise bei der Personalauswahl, begleitet werden. Budgetierung und die damit verbundene Verantwortung führt dazu, dass sich die Fachbereiche stärker ihrer Beschäftigten annehmen im Sinne von „fordern und fördern".
(Personalkosten-)Budgetierung macht nur Sinn, wenn sie in Verbindung mit einem Personal(kosten)controlling steht. Dies unterstützt Führungskräfte - insbesondere durch die Schaffung von Transparenz - auf allen Ebenen bei der Steuerung des Personals. Hierzu benötigen die Führungskräfte steuerungsrelevante Informationen in allen Phasen des Personalmanagement-Prozesses (Zielsetzung- Planung- Realisierung- Kontrolle). Das Controlling übernimmt dabei die Transparenzverantwortung und Beratungsfunktion, das Management hat die Entscheidungsverantwortung. Personalkostencontrolling ist Bestandteil des Personalcontrollings.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Kennzahlengestütztes Personalcontrolling (Bericht 5/2003)
» Personalkostenmanagement. Einbeziehung der Personalkosten in die Budgetierung (Bericht 13/1995)


