Gebäudemanagement
Das operative Management des Gebäudebestands einer Kommune erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise. Die früher übliche Zersplitterung von Informationen und Zuständigkeiten auf eine Vielzahl von Stellen innerhalb einer Verwaltung kann der Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns nicht gerecht werden.
Als wesentliche Eckpfeiler für wirtschaftliches Handeln empfiehlt die KGSt:
1. Eindeutige Ressourcenverantwortung
Die Verantwortung für die Inanspruchnahme nach Art, Menge, Kosten und Qualität der Raum-/Gebäudenutzung und -bewirtschaftung trägt der Nutzer im Rahmen zentraler, für die Gesamtverwaltung geltender Vorgaben
2. Kosten im Budget des Nutzers
Die vollständigen Kosten gehen in das vom Nutzer zu verantwortende Budget ein. Der Nutzer kann im Rahmen seines Budgets bei Einhaltung der zentralen Vorgaben frei entscheiden.
3. Professionelle Leistungserbringung
Gebäudewirtschaftliche Leistungen (Flächenmanagement, kaufmännische und technische Betreuung) werden präzise definiert, professionell erbracht und vom Nutzer bezahlt, sofern er sie nicht selber erbringt.
4. Ganzheitliche Sicht
Wissen, Informationen und Entscheidungen müssen insgesamt zusammengeführt werden:
- Lebenszyklus statt nur Haushaltsjahr
- Monetäre und nichtmonetäre Faktoren
- Einzelobjekte UND gesamter Bestand
Die meisten Kommunen, die ihr Gebäudemanagement optimiert haben, tun dies im Rahmen eines Mieter-/Vermieter-Modells. Die örtlichen Ausprägungen können dabei unterschiedlich sein, je nach Größe, strategischen Zielvorgaben und Steuerungsbedarfen. Kleinere Kommunen präferieren beispielsweise infolge geringer Gebäudebestände und Personalkapazitäten eher schlanke Lösungen. Entgegen vielfach geäußerter Ansicht erschöpft sich Gebäudemanagement allerdings nicht in der Anschaffung einer Software. Dies kann unterstützen und ist besonders bei größeren Kommunen als Grundlage der Prozesse sehr wichtig.
Es gilt vielmehr, alle Informationen und Steuerungsentscheidungen im Lebenszyklus eines Gebäudes zu bündeln. Die Nutzerinnen und Nutzern der Gebäude einbezogen werden, um Nutzungspotenziale erschliessen und Kosten senken zu können.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Prozesse in der Gebäudewirtschaft. Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Vergleichsring; Stand 2011 (Bericht aus der Vergleichsarbeit 1/2011)
» Mietkalkulation im kommunalen Gebäudemanagement (Materialien 4/2010)
» Vergleichen - Lernen - Handeln. Ergebnisse aus 10 Jahren Vergleichsringarbeit des IKO-Netzes der KGSt (Bericht 10/2006)
» Kommunale Gebäudeflächen optimal nutzen (Bericht 10/2004)
» Erfolgsfaktoren kommunaler Gebäudewirtschaft (Bericht 6/2003)
» Kommunale Gebäudewirtschaft. Die „Serviceeinheit Gebäudewirtschaft" (Bericht 7/2000)
» Organisation der Gebäudewirtschaft (Bericht 4/1996) - Links
» Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Portal für Energieeffizienz in Kommunen: Informationen, Links und Handlungsempfehlungen zum Energie- und Klimaschutzmanagement.



