Strategisches Immobilienmanagement
Immobilienentscheidungen gehören bei Kommunen wie auch in der Privatwirtschaft zu den strategischen Entscheidungen.
Sie
- binden finanzielle und personelle Ressourcen in erheblichem Umfang,
- besitzen meist eine hohe Bedeutung für die Vermögens- und Erfolgslage,
- haben langfristige Auswirkungen.
Dies erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise, die über das reine Verwalten der einzelnen Immobilien hinausgeht. Gebäude- und Grundstücksflächenbedarfe dürfen nicht nur ad hoc, sondern müssen nachhaltig bewirtschaftet und mit Blick für den gesamten Immobilienbestand betrachtet werden. Denn ein Gebäude, das heute hergestellt wird, kann nicht wie ein Gebrauchsgegenstand morgen wieder verkauft werden. Zudem zieht es unabänderliche Folgekosten durch Bewirtschaftung und Unterhaltung nach sich. Darauf sind Planungen und Entscheidungen abzustimmen. Die langen Lebenszyklen von Immobilien erfordern Wirtschaftlichkeitsanalysen über das aktuelle Haushaltsjahr hinaus und eine bedarfsgerechte strategische Steuerung des Immobilienportfolios.
Viele Kommunen profitieren heute von bevorrateten Objekten, sei es durch eigene Nutzung oder durch Vermarktung. Viele haben aber auch daraus resultierende Lasten, beispielsweise in Form von Sanierungsstaus, zu tragen. Entsprechend müssen heute bereits die Grundlagen für spätere Generationen gelegt werden. Der Immobilienbestand ist permanent als Ressource zu beobachten und gezielt zu entwickeln. Risiken müssen identifiziert und minimiert werden. Nutzungspotenziale müssen aktiv gestaltet und ausgeschöpft werden.
Kommune sind sehr oft die größten Immobilienbesitzer am Ort. Dieser Position müssen sie sich bewusst sein und sie zum Wohle der Gemeinschaft bestmöglich ausgestalten.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Optimierung kommunalen Grund- und Gebäudevermögens. Der strategische Ansatz (Bericht 2/2000)



