Friedhofs- und Bestattungswesen
Friedhöfe sind wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Gemeinwesens. Kaum ein Bereich des öffentlichen Lebens wird so sensibel gehandhabt und beobachtet wie der Friedhof.
In der Regel übernimmt die Stadt oder Gemeinde die Verantwortung für vorzuhaltende Friedhofsfläche, Grabbereitstellung, Grünflächenunterhaltung und für sonstige Leistungen in diesem Zusammenhang und für die notwendigen Finanzmittel, die zum Teil über Gebühren gedeckt werden.
Seit mehreren Jahren zeichnet sich ein Wandel der Bestattungskultur ab.
- Die demografische Entwicklung wird sich alsbald mehr oder weniger stark spürbar auswirken. Die Bevölkerungszahl wird sinken - allerdings nicht überall gleichmäßig. Manchmal sind bereits jetzt Grabfelder lückenhaft belegt, Erweiterungsflächen liegen brach, Überhangflächen bis zu 50 % sind keine Seltenheit.
- Die Unterhaltung der nicht genutzten Flächen belastet die Friedhofsträger im erheblichen Maße und erfordert Neuberechnungen der mittel- und langfristig benötigten Flächen und dementsprechende Entscheidungen.
- Die Zahl der Feuerbestattungen nimmt zu.
- Angehörige wohnen häufig nicht auf Dauer am gleichen Ort, nachgefragt werden zunehmend Bestattungsformen, die weniger Flächen- und Pflegeaufwand nach sich ziehen.
Diesen strukturellen Veränderungen kann nicht mehr nur durch kurzfristige Maßnahmen begegnet werden. Vielmehr geht es um ein langfristig tragendes Gesamtkonzept zur Optimierung des Friedhofs- und Bestattungswesens im Hinblick auf Leistungen, Organisation und Ressourcenverbrauch.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Strukturwandel und Wirtschaftlichkeitssteuerung im Friedhofs- und Bestattungswesen. Band 2: Haushalts- und Rechnungswesen, Kostenrechnung und Gebührenkalkulation (Bericht 4/2009)
» Strukturwandel und Wirtschaftlichkeitssteuerung im Friedhofs- und Bestattungswesen. Band 1: Leistungsprogramm und Optimierungspotenziale (Bericht 13/2007)



