Demografiemonitoring
Management des demografischen Wandels verlangt ein wissensbasiertes Vorgehen. Um eine systematische Planung und Evaluation im Prozess der Gestaltung des demografischen Wandels zu ermöglichen, ist eine indikatorengestützte Raumbeobachtung aufzubauen, die gesamtstädtisch, insbesondere aber auch kleinräumig ein Monitoring leistet.
Monitoring ist eine
- regelmäßige (in definierten Intervallen),
- mehrdimensionale (mehrere Bereiche umfassende)
Beobachtung der Ausprägungen einer begrenzten Anzahl von Indikatoren. Es dient der Verbesserung von Entscheidungsgrundlagen, indem es Daten beobachtet, bereitstellt und bewertet und damit Transparenz über soziale Zustände und Entwicklungsprozesse fördert.
Mit Hilfe des Monitorings besteht die Möglichkeit, kleinräumige Veränderungen frühzeitig (Frühwarnsystem) zu erkennen. Z. B. können ein mittel- bis langfristig absehbarer Alterungsprozess der Bewohnerschaft eines Stadtteils bei gleichzeitig geringer Neubautätigkeit im Stadtteil frühzeitig erkannt und entsprechende Stadtteilstrategien entwickelt werden. Ebenso kann die Konzentration von Problemen auf bestimmte Stadtteile durch ein Demografiemonitoring in Verbindung mit einer Sozialdatenanalyse bzw. einem Sozialmonitoring sichtbar gemacht werden. Hierbei ist es wichtig, die Daten möglichst kleinräumig vorliegen zu haben und zu pflegen. Statistische Landesämter besitzen Daten für jede Gemeinde, teilweise ist auf kommunaler Ebene nachzujustieren.
Um eine breitere Transparenz zu gewährleisten, ist es sinnvoll, das Demografiemonitoring in einem zentralen Datenpool für alle (Verwaltung, Politik und Bürger) verfügbar zu machen.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Demografiemonitoring (Materialien 5/2010)


