Familienfreundliche Stadt

Kinder- und Familienpolitik ist ein Kernbestandteil jeder kommunalen Strategie im Umgang mit dem demografischen Wandel. Für die Städte wird die Kinder- und Familienfreundlichkeit zu einer besonderen Chance für ihre Zukunft.

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien kann ein Anreiz für eine Steigerung der Geburten und zum Verbleib in der Stadt sein. Familien haben einen hohen integrativen Wert zur Stabilisierung der Stadtgesellschaft. Die Ansatzpunkte zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit sind zahlreich.

Der Aktionsplan für familiengerechte Kommunen in NRW nennt die folgenden Oberziele:

  • Zukunftschancen ausbauen,
  • Heimat und Zugehörigkeit schaffen,
  • verlässliche Hilfen, Schutz und Sicherheit gewährleisten,
  • Partnerschaften für eine familiengerechte Kommunalpolitik aufbauen und pflegen.

Vor diesem Hintergrund initiierte das KGSt®-IKO-Netz einen Vergleichsring „Familienfreundliche Stadt".

Anfang 2005 nahm dieser Vergleichsring mit Vertreterinnen und Vertretern aus 15 Städten (Bottrop, Erlangen, Hamm, Heilbronn, Innsbruck, Kassel, Kiel, Koblenz, Ludwigshafen, Paderborn, Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter und Solingen) seine Arbeit auf. Der Vergleichsring hatte das Ziel, ein Kennzahlensystem zur Steuerung des strategischen Ziels „Familienfreundliche Stadt" zu erarbeiten und die Kennzahlenergebnisse interkommunal zu vergleichen.

Familienfreundliche Stadt

Der Vergleichsring wies nach, dass auch die Steuerung und das Controlling eines strategischen Zieles mittels eines Kennzahlensystems umsetzbar und der interkommunale Vergleich anwendbar ist.

Als Ergebnisse werden aus diesem Vergleichsring abgeleitet:

  • Definition von strategischen Zielen (Abschnitt 3 und 4),
  • Ergebnisse aus dem interkommunalen Vergleich (Abschnitt 5),
  • erste Schlussfolgerungen aus der bisherigen Arbeit (Abschnitt 6).

Bei der Fragestellung: „Wie zufrieden sind Sie als Familie insgesamt mit der Kinder- und Familienfreundlichkeit Ihres Wohnortes?" zeigten die Ergebnisse deutliche Unterschiede in der Benotung. Die Rückmeldungen mit der Note 1 oder 2 liegen dabei zwischen 66 und 28 %. Der Mittelwert aller Befragten in den Kommunen lag bei 2,6 (Schulnote), die Spannweite reichte von den Schulnoten 2,3 bis zu 2,9.

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