Zuwanderung und Integration
In vielen Kommunen ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen, in einigen Großstadtquartieren bilden sie bereits die Mehrheit. Die Qualität des Zusammenlebens von Einheimischen und Zuwanderern wird damit zu einem zentralen Einflussfaktor für die Attraktivität einer Kommune. Die Steuerung braucht ein Integrationsmanagement.
Die demografische Entwicklung in Deutschland und das Zuwanderungsgesetz verleihen der Frage, wie erfolgreich Kommunen Integrationspolitik betreiben, ein neues Gewicht und eine hohe Aktualität.
Integrationsmanagement kann wesentliche Potenziale für die Entwicklung von Kommunen erschließen, wenn Strategie, Steuerung und Organisation passend ausgestaltet sind.
Der Potenzialansatz verlangt eine strategische Steuerung der Integrationsarbeit und eine Verortung der Gesamtverantwortung für die Querschnittsaufgabe auf der ersten Führungsebene.
Die aufbauorganisatorische Lösung wird, abhängig von der Größenklasse variieren. In großen Städten wird die Organisationseinheit für Integration vor allem Aufgaben der strategischen Steuerung übernehmen. In kleineren Kommunen kann eine weit gehende Bündelung sinnvoll sein bis hin zur Einbeziehung der Ausländerbehörde.
Faktoren, die aus Sicht der KGSt über den Erfolg oder Misserfolg der Integrationsarbeit entscheiden, sind z. B.:
- Erarbeitung eines integrationspolitischen Gesamtkonzepts,
- Formulierung von Zielen und Messung des Integrationserfolgs,
- Vernetzung und Koordination der Angebote der Verwaltung und der anderen Träger.
Die KGSt hat in einer Reihe von Publikationen Empfehlungen zum Integrationsmanagement gegeben.
- KGSt®-Arbeitsergebnisse
» Interkulturelle Öffnung. In sieben Schritten zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung (Materialien 5/2008)
» Integrationsmonitoring (Materialien 2/2006)
» Management kommunaler Integrationspolitik. Strategie und Organisation (Bericht 7/2005) - Literatur/Aufsätze
» Reichwein, Alfred; Möltgen, Katrin; Vogel, Stephanie u. a.: Integration als Chance für Nordrhein-Westfalen und seine Kommunen. Potenziale nutzen - aus Erfahrungen lernen. Im Auftrag des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, 2007
» Reichwein, Alfred: Förderkonzept „Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit". In: KOMM-IN NRW, MGFFI 2005
» Reichwein, Alfred: Zeit für eine strategische kommunale Integrationspolitik. In: DEMO, Heft 5/2004, S. 24-25
» Reichwein, Alfred; Vogel, Stephanie: Integrationsarbeit - effektiv organisiert. Ein Handbuch für Kommunen. Im Auftag des Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen, 2004
» Expertise für den Zuwanderungsrat. Integration in den Kommunen, Köln 2004


