Kommunen in Europa - Wir verbinden internationales Wissen zum Wohle der Menschen

Europäische und globale Entwicklungen bestimmen zunehmend direkt oder indirekt das Leben der Bürger. Mehr als die Hälfte aller für die Kommunen relevanten Regelungen kommen inzwischen aus Brüssel, manche sprechen von über 60 Prozent.

Die europäische Integration stellt Städte, Gemeinden und Kreise vor große Herausforderungen. Zugleich entstehen auch Chancen, die noch optimaler genutzt werden können, wenn Kommunen ihre eigene Europakompetenz verbessern und beispielsweise vorhandene europäische Netzwerke nutzen.

Die KGSt unterstützt ihre kommunalen Mitglieder bei ihrem Engagement mit verschiedenen Ansätzen. Sie will die Europakompetenz von Rat und Verwaltung stärken und Wissenstransfer zwischen den europäischen Kommunen organisieren. Vor diesem Hintergrund hilft die KGSt ihren Mitgliedern bei der Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR). Im Sinne einer nachhaltigen Umsetzung geht es nicht ausschließlich um die Erfüllung rechtlicher Mindestanforderungen, sondern um die positiven Wirkungen für den Standort Kommune und die Übertragbarkeit der Erfahrungen auf andere Verwaltungsbereiche. Die KGSt sieht die Einführung der EU-DLR als Chance für die Verwaltungsmodernisierung insgesamt, für eine stärkere Prozess- und Kundenorientierung und die Einführung von E-Government. Die Umsetzung der Stufe 1 zum Stichtag 28.12.2009 kann nur der erste Schritt sein.

Die KGSt befasst sich mit neuen organisationspolitischen Ansätzen und der Frage, welche Anforderungen Führungskräfte und Mitarbeiter erfüllen müssen, wenn sie weniger als Erbringer denn als Auftraggeber, Steuerer und Garant kommunaler Selbstverwaltungsaufgaben handeln und entscheiden müssen. Sie will den Kommunen helfen, sich im europäischen Standortwettbewerb zu behaupten.

Es ist ihr Ziel, Dienstleistungen der Daseinsvorsorge effizienter zu machen und zu modernisieren und so die Lebensbedingungen aller Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und soziale Ausgrenzungen zu überwinden. Prozesse sollen durch E-Government optimiert und auf diese Weise die Modernisierung von Politik und Verwaltung vor Ort gestärkt werden. Gleichzeitig bedient sich die KGSt ihrer bewährten Arbeitsmethoden und organisiert den Wissenstransfer zwischen den Kommunen, sammelt interkommunale Informationen, bereitet sie auf und lernt in systematischer Vergleichsarbeit vom Guten oder Besten. Im Wettbewerb der Regionen bietet Interkommunale Zusammenarbeit die Möglichkeit, um bei weiterhin leeren Kassen die zunehmend komplexeren Aufgaben mit geringerem Budget zu realisieren und damit das Leistungsspektrum und die Infrastruktur für Bürgerschaft und Unternehmen zu erhalten oder sogar zu steigern. Die KGSt unterstützt ihre Mitglieder beim Aufbau von Innovationsnetzwerken und so bei der Herausbildung spezifischer lokaler Wettbewerbsvorteile.

Durch Einrichtung von Städtenetzwerken sollen regionale Kooperationen in Deutschland gestärkt und Modelle entwickelt werden, die auf die europäische Ebene übertragen werden können.

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