Innovative Kommune

Wir fördern professionelles Management, Führung und Wandel

Wie sollten Kommunen sich erneuern, um den heutigen und erst recht den künftigen Anforderungen gerecht zu werden? Auf der Suche nach einer Antwort wird relativ schnell deutlich, dass die Bereitschaft zu Innovationen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Verwaltungsmodernisierung darstellt.

Innovative KommuneDie Anpassung an sich immer schneller verändernde Umwelt- und Rahmenbedingungen ist mehr und mehr zum erfolgskritischen Faktor in Organisationen geworden. Auch Verwaltungen können heute nur noch dann bestehen, wenn sie sich weiterentwickeln und proaktiv den Wandel vor Ort gestalten.

Innovative Kommunen erkennen Trends, greifen Entwicklungen auf und richten sich nach den sich verändernden Rahmenbedingungen aus. Sie haben eine Vorstellung davon, was sie unter einem attraktiven, lebendigen und damit auch zukunftsfähigen Gemeinwesen verstehen. Sie betrachten die aktuellen Anforderungen nicht als Zumutung, sondern als Gestaltungsaufgabe, die auf der Grundlage politischer Entscheidungen nur gemeinsam von allen kommunalen Akteuren der Stadtgesellschaft, auch durch Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung, gelöst werden kann.

Die KGSt unterstützt die Kommunen bei der Schaffung von Gestaltungsspielräumen, um ihre Innovationsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. Dies geschieht aktuell, indem sie den Reformgedanken des Neuen Steuerungsmodells (NSM) weiterentwickelt und gemeinsam mit kommunalen Entscheidungsträgern das Kommunale Steuerungsmodell (KSM) erarbeitet hat. Auch nach 20 Jahren NSM ist die Frage, wie Kommunen erfolgreich gesteuert werden können, aktueller denn je.

Dem KSM liegt das Selbstverständnis einer partizipativen, kooperativen und vernetzten Bürgerkommune zugrunde, die Innovationen annimmt und fördert und nachhaltig wirtschaftet. Ein Kernelement des KSM ist die Stärkung einer strategischen und wirkungsorientierten Steuerung. Die KGSt forciert eine konsequente Fortsetzung des strategischen Managementansatzes und die Steuerung über Wirkungsziele. Der von der KGSt mitentwickelte Wirkungsmonitor soll dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.

Ein weiteres Kernelement des KSM und Arbeitsfeld der KGSt ist das Thema Führung. Die Führungskultur im KSM wird bestimmt durch Werte. Gemeint ist eine Führung, die geprägt ist von einem ethischen, wertschöpfenden und gemeinwohlorientierten Verhalten. Die KGSt wird deshalb in den nächsten Jahren insbesondere daran arbeiten, die Führungskompetenz in den Kommunen zu stärken. Moderne Führung ist ergebnisorientiert, sie schafft Freiräume für Selbstorganisation und unterstützt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Für die Verwirklichung dieses Anspruchs kommt der Auswahl und Qualifizierung von Führungskräften eine bedeutende Rolle zu. Deshalb wird die KGSt Kompetenzprofile für Führungskräfte im KSM beschreiben.

Die Führung verantwortet auch die Organisationskultur. Strukturen, Instrumente und Prozesse stellen lediglich den formalen Rahmen für die Steuerung dar. Die Organisationskultur prägt das Verhalten der Beschäftigten und wird ihrerseits durch dieses Verhalten bestimmt und weiterentwickelt. Dem Erfolgsfaktor "Mensch" aber wird insbesondere in Veränderungsprozessen nach wie vor zu wenig Beachtung geschenkt. Die KGSt widmet sich auch weiterhin der Frage, wie qualifiziertes und motiviertes Personal gewonnen und gehalten werden kann. Tragende Säulen sind dabei eine professionelle Personalauswahl und Personalentwicklung. Unter Beachtung der Effekte des demografischen Wandels für den Personalkörper der Verwaltungen hat der Wettbewerb um die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits begonnen. Die KGSt stärkt hier bewährte Instrumente und stellt ihnen gleichsam neue Ideen und Konzepte an die Seite.

Der demografische Wandel und seine Auswirkungen erfordern auch in der Organisationsentwicklung ein Umdenken. So hat die KGSt bereits begonnen, Empfehlungen für ein kommunales Wissensmanagement zu erarbeiten. Wissen ist in einem dienstleistungsorientierten Sektor wie der Kommunalverwaltung ein zentraler Produktionsfaktor - und zählt damit zu den wertvollsten Ressourcen. Um Wissen zu bewahren und optimal zu nutzen ist stets auch der Einsatz von E-Government-Lösungen zu prüfen.

Bereits mit gutem Erfolg unterstützt die KGSt ein professionelles Management mit Methoden der Selbstbewertung, um Innovationen zu ermöglichen und zu fördern. Mit dem CAF-Modell (Common Assessment Framework) aus dem Qualitätsmanagement werden Stärken und Schwächen einer Organisation durch die eigenen Beschäftigten und Führungskräfte systematisch erhoben und analysiert. Ziel dieser Selbstbewertung ist die Optimierung von Prozessen und Strukturen einschließlich des Führungsverhaltens. Das kommunale CAF-Zentrum der KGSt bündelt hier alle Aktivitäten für die Städte, Kreise und Gemeinden und wird das Angebot weiter ausbauen.

Veranstaltungen

17.08.-18.08.2016, Berlin

KGSt®-Konferenz für junge Verwaltungskräfte: "Junges Denken clever lenken"


KGSt®-Lehrgang in fünf Modulen

Qualitätsmanagement