Vernetzte Kommune

Wir fördern die Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Partnern

Durch Informationstechnik können einzelne Schritte der Leistungserstellung zeitlich und räumlich entkoppelt werden. Für Kommunen entstehen dadurch neue Möglichkeiten, mit öffentlichen und privaten Partnern zu kooperieren.

Vernetzte KommuneIn Zukunft gilt es, im Rahmen von E- und Open-Government-Strategien systematisch neue organisationsund verwaltungsebenenübergreifende Formen der Arbeitsteilung und Vernetzung zu nutzen, um öffentliche Leistungen effektiver und effizienter anzubieten.

Grundlage für die Vernetzung sind medienbruchfreie Prozesse, die in ausgewählten Bereichen standardisiert und in denen Leistungsumfang und -qualität genau definiert sind. Die KGSt bietet ihren Mitgliedern bereits seit Jahren vielfältige Unterstützung im Prozessmanagement.

In Zukunft liegt der Fokus der KGSt®-Arbeit darauf, wie man Prozessmanagement für die strategische Steuerung von Kommunen nutzen kann. So gehört zur Umsetzung einer Strategie auch die Frage, welche Prozesse davon betroffen sind und wie sie gestaltet sein sollten. Darüber hinaus wird die KGSt die Schnittmengen zwischen Prozess- und Qualitätsmanagement näher beleuchten. Denkbar ist es beispielsweise, den bestehenden KGSt®-Prozess-Check analog zum CAF-Prozess zu einem vollständigen Selbstbewertungsinstrument für Prozesse zu erweitern.

Die KGSt hat viel Erfahrung im Bereich E-Government. Auf Basis dieser Erfahrungen und des Wissens, dass Verwaltungshandeln und -modernisierung ohne IT-Unterstützung nicht möglich sind, treibt die KGSt strategische E-Government-, aber auch Open Government-Themen weiter voran. Die KGSt analysiert Möglichkeiten einer wirkungsorientierten Einbindung dieser Instrumente in die  Verwaltungsarbeit, denn beide Strategien unterstützen die Verwaltung bei ihrer Arbeit und im Umgang mit den Herausforderungen einer digitalen und vernetzten Welt. Der Fokus wird dabei in Zukunft nicht ausschließlich auf der Optimierung bestehender Prozesse liegen, sondern auch darauf, wie die fachliche Wirkung in einzelnen kommunalen Handlungsfeldern durch den Einsatz von E- und Open Government verstärkt bzw. verbessert werden kann. Von besonderer Bedeutung werden in den nächsten Jahren vor allem die Umsetzung des E-Government-Gesetzes sowie die Auswirkungen des Koalitionsvertrags auf die Kommunen sein.

Dies alles kann aber nur gelingen, wenn die kommunale IT optimal gesteuert wird. Nur wenn sie sich stringent an den strategischen Zielen der Kommune ausrichtet, werden durch ihren Einsatz die größtmöglichen Optimierungs- und Gestaltungspotenziale gehoben werden können. Dafür muss die IT aber auch als betriebswirtschaftlicher Produktionsfaktor und Innovationstreiber anerkannt werden. Mit der Frage, wie dies gelingen kann, wird sich die KGSt in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen.

Mit Blick auf die optimale Steuerung der IT spielen die Themen Virtualisierung und Cloud Computing eine wichtige Rolle. Dadurch können theoretisch alle kommunalen Leistungen von verschiedenen Endgeräten aus erbracht werden. Das bietet völlig neue Möglichkeiten zur Prozess- und Organisationsgestaltung, zur interkommunalen Zusammenarbeit, zur mobilen Erbringung von Dienstleistungen, beispielsweise durch Verwaltungsbusse im dünn besiedelten Raum, aber auch zum wirtschaftlicheren Einsatz der IT selbst. Diese Möglichkeiten wird die KGSt in verschiedenen Berichtsprojekten untersuchen.

Wesentliche Voraussetzung für die vernetzte Verwaltung ist die Einführung von verwaltungsebenenübergreifenden Standards. Diese werden zunehmend in (Standardisierungs-) Projekten auf Bundes- und Länderebene vereinbart. Um die kommunale Perspektive zu stärken, begleiten die KGSt und die kommunalen Spitzenverbände beispielsweise das Projekt "Föderales Informationsmanagement" (FIM) des IT-Planungsrates. Aktuell werden in der Arbeitsgruppe Empfehlungen für FIM-Gremien erarbeitet. Auch in Zukunft wird die KGSt die kommunalen Interessen in diesen Projekten vertreten und die Inhalte intensiv an die Kommunen kommunizieren.