IT-Steuerung

Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen haben sich für die öffentliche Verwaltung im vergangenen Jahrzehnt grundsätzlich gewandelt.

Hinzu kommt, dass sich viele Kommunen vom "Kirchturmdenken" weg und hin zu einer partnerschaftlichen (vernetzten) Arbeit orientieren. Damit kommt der IT und ihrer Steuerung, eine besondere Rolle zu.

Die Steuerung der IT gehört, wie ihre Planung und Kontrolle, zur Kernaufgabe der Verwaltung. Das bedeutet, dass sie, anders als die operative IT-Dienstleistungserbringung, nicht an einen IT-Dienstleister delegiert werden kann.

Damit strategische Verwaltungsziele optimal erreicht werden können, müssen Organisation und IT auf der die Kommunalverwaltung gestaltenden Ebene - dem Verwaltungsvorstand - eng zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit und die Diskussion über die strategische Ausrichtung der Kommune müssen partnerschaftlich auf gleicher Augenhöhe erfolgen. Dafür ist eine Führungspersönlichkeit im Sinne eines Chief Information Officers (CIO)1, wie er in der Privatwirtschaft zu finden ist, erforderlich. So besteht die größte Chance, die Potenziale der IT für die Verwaltung nutzbar zu machen und die IT-Strategie mit der strategischen Ausrichtung der Kommune zu verzahnen.


1 Der Begriff Chief Informationen Officer stammt aus dem privatwirtschaftlichen Umfeld. Es ist ein Titel für den höchstrangigen Informationsmanager in einem Unternehmen, i. d. R. auf Ebene des Vorstands.