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Die Zukunft der Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung ist geprägt von organisatorischen Fragestellungen. Prozessoptimierung erfordert eine integrierte Sicht auf organisatorische und technische Aspekte.

Zwar gilt nach wie vor der Grundsatz "erst organisieren, dann digitalisieren", aber Organisationsarbeit ohne Grundkenntnisse von IT ist heute kaum denkbar. Die Möglichkeiten der Informationstechnik zur Prozessunterstützung sind vielfältig und liefern zum Teil völlig neue Optimierungsansätze.

Auf dem Weg zur prozessorientierten Verwaltung und zum Prozessmanagement werden schnelle und anpassungsfähige Instrumente zur Prozesssteuerung immer wichtiger. Dies liegt schon daran, dass viele Prozesse über Fachbereichs- und Organisationsgrenzen hinweg laufen. Hierfür braucht es eine agile IT-Architektur, die es möglich macht, Prozesse mit wiederverwendbaren, standardisierten Basiskomponenten und Diensten zusammen zu "bauen". Auch in der Kommunalverwaltung halten daher "Serviceorientierte Architekturen (SOA)" Einzug. Die Umsetzung und Einhaltung von organisatorischen und technologischen Standards wird zum Erfolgsfaktor für die Zusammenarbeit in der öffentlichen Verwaltung insgesamt.

Daneben spielen Webtechnologien weiterhin eine zentrale Rolle. Die Möglichkeiten des Internet sind noch lange nicht ausgeschöpft. Elektronische Leistungs- und transparente Informationsangebote aus Politik und Verwaltung, Bürgerbeteiligung und -engagement im "Social Web" werden weiter ausgebaut. Spannend bleibt, ob sich auch die Leistungserstellung stärker ins Netz verlagern wird, so wie es beim Cloud Computing gedacht ist.

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