Demografischer Wandel als Herausforderung des Personalmanagements

Im Vergleich zu den übrigen Managementperspektiven ist das kommunale Personalmanagement in zweifacher Weise von der demografischen Entwicklung betroffen: Zum einen muss Personalmanagement seinen Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels leisten zum anderen sind die Mitarbeiter selbst Teil des demografischen Wandels.

Der Beitrag des Personalmanagements zur Bewältigung des demografischen Wandels muss darin bestehen, Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, höheren Ansprüchen zu genügen, weil sowohl andere Produkte für die Bürger entwickelt werden als auch vorhandene Produkte in anderer Qualität erstellt werden müssen. Dabei gilt es insbesondere zu berücksichtigen, dass eine systematische Weiterentwicklung des Bürgerengagements Mitarbeiter benötigt, die sich noch stärker als Partner der Bürger verstehen.

Gleichzeitig muss das kommunale Personalmanagement proaktiv mit der Herausforderung umgehen, das die Mitarbeiter selbst Teil des demografischen Wandels sind. Insbesondere Einstellungsstopps, Wiederbesetzungssperren, Beförderungsstopps und die Verringerung der eigenen Ausbildungskapazitäten haben dazu beigetragen, dass der Altersdurchschnitt deutlich höher ist als in der Privatwirtschaft. Die Anhebung des Renteneintrittsalters wird den Altersdurchschnitt weiter ansteigen lassen. Hinzu kommt, dass in fast allen Beschäftigungsbereichen des öffentlichen Dienstes die Zahl der Altersteilzeitbeschäftigten weiter angestiegen ist. Bislang befinden sich die meisten Altersteilzeitbeschäftigten in der aktiven Phase. Spürbar werden die Effekte, wenn die Betroffenen in ihre Freistellungsphase gehen. Auf diese Weise kommt es zu "Verrentungsschüben", weil sich die Altersteilzeitbeschäftigten in wenigen, dicht beieinander liegenden Altersjahrgängen befinden.