Personalkostenmanagement

Die Personalkosten sind ein hoher Ausgabenblock in den kommunalen Haushalten. Im Zusammenhang mit den Personalkosten entstehen weitere nicht unerhebliche Sachkosten. Je nachdem, wie hoch der Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten ist, steigt ihre Bedeutung für und ihr Einfluss auf die Haushaltsausgabenstruktur.

Viele Kommunen haben das Ziel, ihre Personalkosten zu senken. Die Gründe liegen vorrangig in der kommunalen Finanzkrise. Mit einer Senkung dieser Kosten erhofft man sich einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Für die traditionell eingesetzten Instrumente wie „natürliche" Fluktuation nutzen, Wiederbesetzungssperre oder Einstellungsstopp gab es einen breiten Konsens. Sie reichten aber vielfach nicht aus oder es stellten sich Wirkungen ein, die nicht beabsichtigt oder nach langer Wiederbesetzungssperre nicht mehr tragbar waren. Daher sind immer mehr Kommunen gefordert, auf der Grundlage neuer Ansätze Personalkosten abzubauen.

Je niedriger die Personalkosten sind, desto mehr finanzielle Flexibilität und Spielräume erhält und schafft sich die Kommune. Schließlich ist es eine Pflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, öffentliche Mittel nur in dem unbedingt notwendigen Umfang zu verwenden und kommunale Leistungen wirtschaftlich zu erbringen. Dies ist auch als ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit zu verstehen, durch den künftigen Generationen finanzielle Handlungsmöglichkeiten gesichert werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es durchaus Ergebnis eines strategischen Prozesses sein kann, dass es nicht zu einer Senkung der Personalkosten, sondern zu einer Kostenoptimierung anderer Prozess- und Betriebskosten kommt. Es geht dabei darum, die Gesamtleistung der Verwaltung zu verbessern - was unter Umständen sogar mit einer Erhöhung der Personalkosten (wenn die Wirtschaftlichkeit stimmt!) verbunden sein kann.

Möglichkeiten zur Personalkostenoptimierung bestehen in der unmittelbaren Gestaltung der Personalaufwendungen, in der Art und Weise wie kommunale Leistungen erstellt werden, in der Produkt- und Aufgabenkritik, in der Optimierung von Geschäftsprozessen, in der Steigerung der Arbeitsproduktivität durch PM-Maßnahmen, und im Wettbewerb durch interkommunale Vergleiche. Ergänzend dazu sind Personalanpassungsmaßnahmen notwendig.

Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Personalkostenoptimierung sind, dass das Thema von Führungskräften gelebt wird, der interne Wettbewerb gefördert wird, ein kontinuierlicher Veränderungsprozess stattfindet, der demografische Wandel produktiv beeinflusst wird und die Maßnahmen nach ihrer Ergebnisgeschwindigkeit ausgewählt werden.

Ansprechpartner