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20 Jahre Vergleichsring: Berufsfeuerwehr Städte
ab 250 000 Einwohnerinnen und Einwohner

Erfahrungen aus Sicht eines Teilnehmers und Projektbeauftragten

Zum 20-jährigen Jubiläum des bundesweiten Vergleichsrings Berufsfeuerwehr mit Städten ab 250 000 Einwohnern haben wir mit Thomas Jackel, dem leitenden Magistratsdirektor und stellvertretenden Amtsleiter der Branddirektion Frankfurt am Main, über seine Erfahrungen mit diesem Format gesprochen. Thomas Jackel war zunächst Teilnehmer des Vergleichrings und ist inzwischen seit vielen Jahren Projektbeauftragter der KGSt an der Seite der Projektleiterin Andra Stallmeyer.

KGSt: Sie sind mit der Stadt Frankfurt am Main seit 18 Jahren Teilnehmer bei einem der ältesten Vergleichsringe der KGSt, dem Vergleichsring Berufsfeuerwehr mit Städten ab 250 000 Einwohner, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Wie sind Sie damals auf den KGSt®-Vergleichsring aufmerksam geworden?

Thomas Jackel: Auf den KGSt®-Vergleichsring ist die Feuerwehr Frankfurt am Main durch eine Info-Veranstaltung der KGSt aufmerksam geworden. Damals hat die KGSt den ersten Versuch gestartet, einen solchen Vergleichsring ins Leben zu rufen.

KGSt: Hatten Sie bereits zuvor Berührungspunkte mit der KGSt?

Thomas Jackel: Die KGSt war mir zuvor bereits aufgrund ihrer Berichte und Empfehlungen für die Kommunen aus meinen vorherigen Tätigkeiten und im Allgemeinen bekannt.

KGSt: Warum sind Sie damals in den Vergleichsring eingestiegen und was waren Ihre Erwartungen?

Thomas Jackel: Zunächst war ich skeptisch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie Feuerwehren aus Städten mit über 200 000 Einwohnern sich mit solchen aus Städten mit über 1 Mio. Einwohnern vergleichen können. Ich war und bin allerdings immer offen für Neues und hatte daher Interesse daran, mehr zu erfahren. Zudem kannte ich aus meinem Studium bereits die (theoretische) Kennzahlenarbeit und war gespannt, wie die KGSt dies für die Praxis nutzbar machen wollte.

KGSt: Welchen Mehrwert bietet der Vergleichsring Ihnen in Ihrer Arbeit, wie läuft der Austausch ab?

Thomas Jackel: Aus meiner Sicht bietet die Arbeit in einem Vergleichsring der KGSt einen enormen Mehrwert, in dem der eigene Horizont stetig erweitert wird. Da wir in Frankfurt seit langem einen Produkthaushalt haben, in dem auch Steuerungskennzahlen für die einzelnen Bereiche abgebildet sind, lag es für mich nahe, an dieser Stelle Synergien zu erzielen. Für den Bereich der Feuerwehr werden in Frankfurt überwiegend Kennzahlen verwandt, die im Vergleichsring entstanden sind. Die Kennzahlen aus dem Vergleichsring werden somit in Frankfurt zur Steuerung im Produkthaushalt genutzt.

So und ganz allgemein, sind die Erfahrungen, Ergebnisse und Austausche im Vergleichsring eine sehr wertvolle Hilfe im Diskurs mit der Politik und städtischen Zentralämtern. Durch die strukturierte und methodisch unangreifbare Vorgehensweise bei der Erhebung genießen die Kennzahlen der KGSt dabei eine hohe Akzeptanz.

Gerade im Diskurs mit Zentralämtern kann auch das Wissen von Unterschieden in den Strukturen der Feuerwehren von großem Vorteil sein. Insbesondere dann, wenn man von dieser Seite mit "Vergleichsergebnissen" konfrontiert wird, die aufgrund der unterschiedlichen Strukturen nicht vergleichbar waren und sind.

Entscheidend ist auch, dass die KGSt sich nicht berufen fühlt, "Bestwerte" zu definieren. Vielmehr erfolgt die Bewertung von Kennzahlen immer aus den verschiedenen Blickwinkeln der an einem Prozess Beteiligten. Oder anders ausgedrückt: Was eine gute Leistung einer Feuerwehr darstellt, kann aus Sicht des Kämmerers, der Bürger oder der Belegschaft sehr unterschiedlich sein.

Dem steht die Bereitschaft, voneinander zu lernen, aber nicht entgegen. Die Frage ist "Wie lösen andere Kolleginnen und Kollegen ähnliche Herausforderungen?"

KGSt: Wann ist aus Ihrer Sicht eine Teilnahme am Vergleichsring für eine Feuerwehr sinnvoll?

Thomas Jackel: Wenn man offen dafür ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen und ein Interesse daran hat, auch nach den Sitzungen des Vergleichsrings ein fachliches Netzwerk beizubehalten, dann sollte man als Feuerwehr unbedingt teilnehmen. Durch den offenen und konstruktiven Austausch in den Runden entstehen häufig sehr kurze Dienstwege zwischen den teilnehmenden Feuerwehren, die dauerhaft bestehen bleiben und hilfreich sind.

Außerdem spricht aus meiner Sicht bereits die Tatsache, dass der Vergleichsring der Berufsfeuerwehren der großen Großstädte seit 20 Jahren besteht, für die Qualität des Formats.

KGSt: Hand aufs Herz: Was wollten Sie der KGSt schon immer einmal mitteilen? Welche Wünsche haben Sie an die KGSt?

Thomas Jackel: Nach 15 Jahren als Projektverantwortlicher für die Feuerwehr Frankfurt sage ich ganz persönlich "Dankeschön" für dieses Format, für die stets gute und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden und mit der Projektleiterin Andra Stallmeyer. Ohne diese Basis wäre das Jubiläum von 20 Jahren nicht zu erreichen gewesen. Mein Wunsch ist einfach: bitte machen Sie in Zukunft genauso weiter!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Thomas Jackel für diesen Einblick in die Vergleichsarbeit der Feuerwehren der Städte ab 250 000 Einwohner und wünschen dem Vergleichsring noch viele weitere erfolgreiche Jahre!

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