Webcontent-Anzeige

Arbeitskreis Wissensmanagement

Tagung an einem exotischen Ort

Der Arbeitskreis Wissensmanagement tagte an einem ganz besonderen Ort – dem Exotenhaus in Karlsruhe. Kommunale Wissensmanager*innen sind zwar mittlerweile keine Exoten mehr, doch  finden sie im Arbeitsalltag häufig wenig Gehör und haben mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen.

 Reger Erfahrungsaustausch im Arbeitskreis Wissensmanagement Reger Erfahrungsaustausch im Arbeitskreis Wissensmanagement

Der aktuelle Stand des Wissensmanagements in den einzelnen Kommunen war vorab per Abfrage ausgewertet worden. An der regen Diskussion darüber konnten auch die neuen Mitglieder gleich teilnehmen. Mithilfe von persönlichen Erfahrungsberichten wurden die Ergebnisse der Abfrage konkretisiert.

Eine ganz wesentliche Erkenntnis aus den Praxisbeiträgen der Kommunen: Neben der "Pensionierung des Wissens" ist mittlerweile die Fluktuation ein fast gleichgroßer Treiber für Wissensmanagement. Weitere Faktoren, wie die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität oder die Verbesserung der Zusammenarbeit, zählen bislang hingegen nur in Einzelfällen zu den initialen Auslösern.

Bereits die Hälfte der Kommunen beschäftigt in Einzelfällen ausgeschiedene Mitarbeitende auf Honorarbasis weiter, wenn es erforderlich ist, um das Wissen weiter zugänglich zu halten. Knapp die Hälfte der Kommunen setzt, neben klassischen internen Schulungen, auch das e-Learning unterstützend ein oder plant dies zu tun.

Ein von KGSt-Referentin Silvia Soremba durchgeführter Workshop zeigte auf, wie sich die VUKA-Rahmenbedingungen und Megatrends wie die Individualisierung und Konnektivität auf das kommunale Wissensmanagement auswirken.

Die aktuellen und vor allem auch die künftigen Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass wir immer mehr Wissen haben und jeder Einzelne aus immer mehr Bereichen Wissen benötigt, um seine Arbeit noch fachgerecht ausüben zu können. Gleichzeitig veraltet das Wissen immer schneller. Bei komplexen Fragestellungen ist zudem die Zusammenarbeit mit anderen Wissensgebern erforderlich, um überhaupt auf passende Lösungen zu kommen.

Diese neuen Rahmenbedingungen machen neue Lösungsansätze erforderlich. "Working out loud" (WOL) ist eine Lern- und Vernetzungsmethode mit viel Potential, den neuen Bedingungen zu begegnen. Der Arbeitskreis erarbeitete Ansätze, wie WOL in Kommunen eingeführt und genutzt werden kann.

Einige der Teilnehmenden zeigten so viel Begeisterung für die Methode WOL, dass sie ab Anfang des nächsten Jahres gemeinsam mit der KGSt erste Pilotversuche umsetzen werden.

Wir halten Sie auf dem Laufenden über das Thema kommunales Wissensmanagement und berichten im Januar 2020 über unsere Pilotversuche mit WOL.

Webcontent-Anzeige
Bildnachweis Megafon – Aktuelles © Zerbor Fotolia.com