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Auftakt zum Innovationszirkel "CDO-Netzwerk"

Neuer Denk- und Freiraum für rund 40 kommunale CDOs

Welche sind die großen technologischen Trends unserer Zeit und welche Auswirkungen haben sie auf Kommunen? Wie muss ein ganzheitliches, kommunales Datenmanagement im Ökosystem der Digitalisierung aussehen? Wie sieht der Weg zur Digitalen Kommune aus? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich der neu gegründete KGSt®-Innovationszirkel "CDO-Netzwerk" befasst.

 Abstimmung über die Wunschtthemen für den Innovationszirkel. Abstimmung über die Wunschtthemen für den Innovationszirkel.

Das neue Format soll den "Denk- und Freiraum" bieten, der diesen Themen, abseits vom Verwaltungsalltag, gebührt. Sich austauschen, gegenseitig inspirieren, auch einmal philosophieren und Zukunftsthemen gemeinsam erkunden – all das braucht es für die Gestaltung der digitalen Transformation.

Die rund 40 Mitglieder des Innovationszirkels sind kommunale Expertinnen und Experten, die die gesamtkommunale Digitalisierung fachbereichsübergreifend verantworten. Der Titel "CDO" ist dabei nicht zwingend erforderlich, aber die Chancen, Herausforderungen und Haltung dieser Rolle eint die Teilnehmenden aus Städten, Kreisen und Gemeinden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und so traf es sich ganz gut, dass das Schwerpunktthema der ersten Sitzung die Rolle der/des CDO im internationalen und intersektoralen Vergleich war.

Gastreferent Oliver Merx, gemeinsam mit Leon Merx Herausgeber des CDO-Kompasses, bot einen wertvollen Überblick über die Krux der Rolle der/des CDO auf der einen Seite und die unbedingte Notwendigkeit auf der anderen. Seine Untersuchungen stützen sich auf umfangreiche Tendenzanalysen auf der Basis von Google, Linkedin und Xing. Sie zeigen, dass sich die Zahl der aktiven CDOs von 2016 bis 2019 fast verdreifacht hat. Auch kommunale CDOs haben sich im letzten Jahr weiter etabliert und sind nach wie vor stark im Kommen.

Ein Trend, den auch die KGSt beobachtet: War 2015 das erste Mal intensiver die Rede von der Relevanz der Rolle einer/eines kommunalen CDO, so haben mittlerweile viele Mitgliedskommunen eine Digitalisierungsverantwortliche/einen Digitalisierungsverantwortlichen für die gesamtkommunale Digitalisierung eingesetzt.

Oliver Merx hielt weitere spannende Fakten bereit. So beendeten 30 Prozent aller CDOs im DACH-Bereich ihren Job von 2012 bis 2019 (vorzeitig), über 200 CDO-Positionen fielen bei gleichzeitig starkem Wachstum weg, weibliche CDOs sind nach wie vor massiv unterrepräsentiert, die meisten CDOs haben eine technische Ausbildung und die Besetzung von CDO-Positionen mit externen Expertinnen und Experten hat zugenommen.

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 Die Teilnehmenden trafen sich zur virtuellen Auftaktsitzung. Die Teilnehmenden trafen sich zur virtuellen Auftaktsitzung.

Dass die Rolle der/des CDO nicht immer leicht ist, gerade weil der Verantwortungsbereich quer zur Verwaltungsstruktur liegt, sei in der Privatwirtschaft nicht anders. Oliver Merx betonte wiederholt, wie enorm wichtig diese Rolle gerade in Zeiten knapper Kassen ist: Synergien müssen gehoben werden und betroffene CDOs müssen sich stärker vor Ort vernetzen.

Digitalisierungsprojekte böten ein besonderers Potenzial für Kooperationen. Die/der kommunale CDO sei von anderen CDOs "umzingelt": Universitäten und Schulen, Stadtwerke, Messen, andere Behörden, verbundene Unternehmen. Ein "CDO-Netzwerk" kann demnach auch im lokalen Kontext eben diese Synergien realisieren.

Abschließend stellte Oliver Merx fest: "Der kommunale CDO ist ein echter Zehnkämpfer. Aber: Er hat im Vergleich eine der stabilsten CDO-Positionen."

Mit drei Thesen wurde die lebhafte Diskussion mit allen Teilnehmenden des Innovationszirkels eingeleitet. Themen waren unter anderem die Auswirkungen von COVID-19 auf die Digitalisierung in Kommunen und damit auf die/den CDO. Darüber hinaus ging es um die öffentliche Wahrnehmung und die Rollendefinition.

Auch im CDO-Netzwerk wurde deutlich, dass sich die Rollen in ihrer Definition durchaus unterscheiden. So verantworten einige CDOs die Verwaltungsdigitalisierung, andere eher die Smart City/Smart Region-Ansätze, wieder andere verantworten beides. Die Vernetzung innerhalb der Verwaltung und der Kommune ist unterschiedlich stark ausgeprägt, die Akzeptanz in Politik, Verwaltung und örtlicher Gemeinschaft ist nicht immer gleichermaßen gegeben.

Im Rahmen des CDO-Netzwerks trägt die KGSt zu einem aktiven Austausch der kommunalen CDOs bei, der deutlich über die Landesgrenzen hinausgehen kann und den lokalen Kontext bewusst verlässt. Die weitere Schärfung der Rolle, der Austausch von Erfahrungswerten und die gemeinsame Trendforschung werden Schwerpunkte des Innovationszirkels sein.

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