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Berufsbegleitende Studienförderung in Solingen

Ein Programm mit Zukunft

Immer mehr Beschäftigte setzen sich mit dem Wunsch auseinander, neben dem Beruf ein Bachelor- oder Masterstudium zu absolvieren. Für die Beschäftigten hat das die Vorteile, im Job nicht pausieren zu müssen und gleichzeitig die eigene Karriere und die persönliche Entwicklung auszubauen. Doch der Wunsch hat einen Haken: Ein berufsbegleitendes Studium ist oftmals teuer und zeitlich neben dem Beruf häufig nicht möglich. Wie es dennoch gelingen kann, zeigt die Stadt Solingen.

"Es war von Anfang an unser erklärtes Ziel, ein Programm zu entwickeln, dass es den Beschäftigten sowohl zeitlich wie auch finanziell ermöglicht, neben dem Beruf studieren zu können. Gleichzeitig wollten wir im Rahmen des Auswahlverfahrens ein Format entwerfen, das die Entscheidung für oder gegen eine Förderung möglichst transparent und nachvollziehbar macht.", erklärt Andy Berg, der die Personalentwicklung der Stadt Solingen leitet. "Dabei herausgekommen ist unser BeSt-Programm – Berufsbegleitende Studienförderung."

Die Stadt Solingen bietet allen Beschäftigten zweimal im Jahr die Möglichkeit, sich für das BeSt-Programm zu bewerben – jeweils zum Start des Sommer- und Wintersemesters. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Bachelor- oder Masterstudiengang handelt. Das Bewerbungsverfahren ist schnell und unkompliziert: Die Beschäftigten füllen einen Anmeldebogen aus, auf dem sie ihren Studienwunsch näher schildern, Angaben zur Hochschule und den Kosten machen und etwas zu ihrer Motivation und ihren Zukunftswünschen schreiben. Der Anmeldebogen wird dann an das Team der Personalentwicklung gesendet.

Zwei Wochen später finden die intern als Pitch-Days bezeichneten Verfahren statt: Alle Bewerberinnen und Bewerber werden nacheinander zu 20-minütigen Pitches eingeladen, in denen sie einem Gremium ihren Studienwunsch darlegen. "Das ist ein bisschen wie bei Höhle der Löwen,", sagt Andy Berg "nur dass unsere Sessel nicht ganz so cool sind."

Das Gremium wurde aus Vertretungen der unterschiedlichsten Bereiche in Solingen zusammengestellt. Neben der Personalentwicklung und dem Personalrat ist auch der Finanzbereich vertreten. "Außerdem haben wir einen Platz im Gremium, den wir in jedem Durchlauf einer anderen Abteilung anbieten. Auf diese Weise wollen wir immer einen frischen Wind im Gremium haben und die gesamte Stadtverwaltung an dem Prozess teilhaben lassen.", erklärt Andy Berg.

Nach den Pitches trifft das Gremium gemeinsam zwei Entscheidungen. Zunächst wird geklärt, ob die Bewerbenden mit ihrem jeweiligen Vorhaben grundsätzlich gefördert werden sollen. Falls ja, werden die Beschäftigten für die Dauer des Regelstudiums 20 Prozent ihrer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit vom Dienst freigestellt, bei gleichzeitig voller Lohnfortzahlung. Darüber hinaus klärt das Gremium die Höhe der Studienkosten, die übernommen werden kann. "Zwischen null Euro und der vollen Kostenübernahme ist alles denkbar. Für uns zählt der Pitch: Was macht die Person aus, die sich beworben hat? Haben wir die Motivation hinter dem Studium erkennen können? Bringt das Studium die Person wirklich weiter? Arbeitet die Person auf etwas Bestimmtes hin? All das fließt in unsere Entscheidung ein."

Der Erfolg des ersten Durchgangs war durchschlagend. Beschäftigte aus allen Ressorts haben sich auf das Programm beworben und gezeigt, dass es auch außerhalb des klassischen Verwaltungsweges viele Studienwünsche gibt. "Soziale Arbeit, BWL, Marketing, Urbanes Baum- und Waldmanagement, Verwaltungswissenschaften – die Studienwünsche waren sehr vielfältig. Das Programm hat auch die unterschiedlichsten Berufsgruppen bei uns angesprochen, z. B. Förster, Erzieher, IT-Angestellte, Verwaltungsangestellte und Sozialpädagogen."

Für Solingen ist klar: Mit BeSt geht es definitiv weiter.

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