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Brauchen Kommunen eine Arbeitgebermarke?

Ein Beitrag der Stadt Frankfurt am Main

Bei der Stadt Frankfurt am Main werden in den nächsten zehn Jahren bis zu 25 Prozent der Beschäftigten in Pension bzw. in den Ruhestand gehen. Dazu kommen Bereiche, in denen die Stadt nicht selbst ausbildet und sich in Konkurrenz mit der Wirtschaft begeben muss. Kein leichtes Unterfangen, auch nicht im Rhein-Main-Gebiet.

 Aktuelle Zeitachse mit dem Projektverlauf Aktuelle Zeitachse mit dem Projektverlauf

Der öffentliche Dienst wird den Fachkräftemangel aufgrund seines Dienstleistungsschwerpunktes am stärksten zu spüren bekommen. Über 800 000 Fachkräfte werden bis zum Jahre 2030 fehlen, davon allein mehr als 276 000 Verwaltungs- und Bürokräfte (PricewaterhouseCoopers 2018).

Zwar spielt uns die Entwicklung der Arbeitsmärkte in die Karten, denn Studierende halten einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst zunehmend für attraktiv, weil sie vor allem auf Sicherheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzen.

Dennoch müssen wir weg vom passiven reaktiven Personalmarketing und aktiv für uns werben. Doch womit, denn mit Arbeitgeberleistungen gewinnen wir kaum noch Fachkräfte? Jobticket, Teilzeit, Weiterbildungen und Co. können alle anderen auch und weitergehende Angebote meist noch besser als wir.

Also: Ja! Wir, die Stadt Frankfurt am Main, brauchen eine Arbeitgebermarke.

Im Sommer 2018 fiel der Startschuss für das Projekt zur Entwicklung der eigenen Arbeitgebermarke bei der Stadt Frankfurt am Main.

Ziel war und ist es, die Stadt Frankfurt am Main als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren, den Bekanntheitsgrad zu steigern, sich deutlich von anderen Arbeitgebern abzugrenzen und eine höhere kulturelle Passung der Bewerberinnen und Bewerber zu erreichen.

Aber auch intern soll die Arbeitgebermarke künftig dazu beitragen, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – egal ob gerade eingestellt oder schon länger dabei – stärker mit der Stadt Frankfurt am Main als Arbeitgeberin identifizieren.

Worauf kommt es also an? Womit können wir werben? Auf uns. Unsere Identität. Unsere Werte.

Bei einer Stadtverwaltung mit über 60 Ämtern und Betrieben und mehr als 13 000 Beschäftigten gar nicht so einfach, dazu eine Aussage zu treffen.

Die Stadt Frankfurt am Main hat deshalb ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt. Mit schriftlichen Umfragen, Workshops und Interviews ist man gemeinsam der Frage nach der jetzigen Kultur und den Zielen für die Stadtverwaltung auf den Grund gegangen.

Damit wollen wir künftig um Fachkräfte werben. Doch die Arbeitgebermarke ist mehr. Ein Leistungsversprechen an künftige Beschäftigte und eine Chance für die Organisation. Dies setzt voraus, dass die Arbeitgebermarke implementiert und gelebt wird. Das geschieht aber nur, wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Arbeitgebermarke identifizieren. Deshalb entscheiden die Beschäftigten bei der Stadt Frankfurt am Main in jedem Projektschritt mit.

Die Stadt Frankfurt am Main versteht die Arbeitgebermarke als Chance, sich selbst besser kennenzulernen und sich als Arbeitgeberin, Dienstleisterin und Ort sozialer Interaktion weiterzuentwickeln, um sich künftigen Herausforderungen einer wachsenden Stadt, verändernden Gesellschaft und Arbeitsformen zu stellen.

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