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Crowdfunding

- eine neue kommunale Finanzierungsalternative?

Wie wurde der Sockel der Freiheitsstatue in New York im Jahre 1885 finanziert? Der Baufortschritt drohte damals aufgrund der schlechten Finanzlage der Stadt New York zu stoppen. Der Herausgeber einer Zeitung startete daraufhin einen Spendenaufruf. Wer spendet, werde namentlich in der Zeitung erwähnt - so seine Zusage. Innerhalb von fünf Monaten kam der fragliche Betrag von ca. 100.000 US-Dollar durch Spenden zusammen, die Bauarbeiten konnten fortgesetzt werden.

Ein frühes Beispiel für Crowdfunding - diese und weitere interessante Informationen enthält die Bachelorarbeit von Kai Assenmacher, die der Verfasser freundlicherweise der KGSt zur Veröffentlichung im Portal bereitgestellt hat.

Ausgehend vom Begriff "Crowdfunding" - eine Vielzahl von Menschen, die sich gemeinsam über das Internet finden und mit individuell festgelegten Geldbeträgen an einer Finanzierung beteiligen - geht der Verfasser in seiner Arbeit umfassend auf das Thema ein. Er befasst sich mit den Arten von Crowdfunding - spenden-, gegenleistungs-, kreditbasiertes Crowdfunding - und zeigt die Unterschiede auf. Der Verfasser geht auf die relevanten Akteure ein, referiert die wichtigen Funktionsprinzipien dieser Finanzierungsalternative und nennt Erfolgsfaktoren. Er beschreibt, wie eine Crowdfunding-Kampagne gestaltet werden sollte, stellt die rechtlichen Grundlagen dar und nennt aktuelle Crowdfunding-Plattformen. Auch kommunale Beispiele fehlen nicht. Die Darstellung wird von den Ergebnissen einer Befragung des Verfassers unter kommunalen Verantwortlichen ergänzt. "Alles in allem ist Crowdfunding ein bürgernahes und demokratisches Finanzierungsinstrument, das die Aspekte Finanzierung und Bürgerbeteiligung vereint" - so schließt der Verfasser seine Bearbeitung. Die Lektüre ist empfehlenswert.

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