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Die Strukturlotsen und Strukturlotsinnen sind da!

Modellvorhaben zur interkommunalen Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung der Kreise gestartet

Die KGSt unterstützt das in Rheinland-Pfalz gestartete Modellvorhaben "Interkommunale Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung der Kreise – Gemeinsam Innovationsprojekte in den Gemeinden unterstützen" als Verbundpartnerin und begleitet es ideell.

 Logo des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Viele Kommunen, gerade im ländlichen Raum, verfügen nicht über die finanziellen und personellen Ressourcen, um innovative Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Von der großen Zahl an vorhandenen Förderprogrammen profitieren strukturschwache Regionen häufig kaum. Ihnen fehlt die Zeit, sich aus den vielen unterschiedlichen Programmen ein Passendes rauszusuchen, sich in die unterschiedlichen Förderbedingungen einzuarbeiten und dann die entsprechend umfangreichen Anträge zu erstellen. Dadurch bleiben viele Kommunen im Bereich der Regionalentwicklung hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Vor dieser Herausforderung stehen auch die Kreise und Gemeinden in Rheinland-Pfalz, die in der Regional-Initiative Alte Welt bereits seit einigen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Daraus entstand die Idee, das Thema Regionalentwicklung interkommunal anzugehen. Gemeinsam mit dem Landkreistag Rheinland-Pfalz und begleitet durch die KGSt entwickelten die Landkreise Bad Kreuznach, Donnersbergkreis, Kusel und Kaiserslautern das sogenannte Strukturlotsen-Projekt.

Dieses Projekt verfolgt das Ziel, strukturell eine Verbesserung des Regionalentwicklungsmanagements herbeizuführen, indem Innovationsprojekte gezielt für die Region angestoßen, betreut und realisiert werden. Auch lokale Initiativen sollen befähigt werden, Förderprogramme und Initiativen effektiv zu nutzen. Die "Strukturlotsen" und "Strukturlotsinnen" sollen sich mit ihrem Spezialwissen gegenseitig unterstützen und so die Region insgesamt voranbringen. Aber auch über die Grenzen der vier Landkreise hinaus strebt das Modellvorhaben an, Strukturen und Standards zu erproben, die in den übrigen 20 Landkreisen in RLP sowie bundesweit zur Anwendung kommen sollen.

Die KGSt unterstützt das Projekt als Verbundpartnerin und begleitet es ideell. Im Mittelpunkt steht die Beratung der Strukturlotsinnen und -lotsen, z. B. zu den Themen Projekt- und Wissensmanagement. Zudem übernimmt sie das Monitoring und die Evaluation des auf drei Jahre angelegten Modellprojekts.

Bereits Ende Juli 2021 fand die Übergabe der Förderbescheide durch die damalige Bundesministerin Julia Klöckner statt. Mit dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Modellvorhaben soll die Kooperation zwischen den an der Initiative Alte Welt beteiligten Landkreisen, der Evangelischen Kirche und dem Landkreistag Rheinland-Pfalz gestärkt und die Regionalentwicklung verbessert werden.

Nachdem bereits im Oktober bzw. November 2021 die Strukturlotsin des Kreises Kaiserslautern, Lena Hoim und der Strukturlotse des Donnersbergkreises, Tobias Zirker, ihre Tätigkeit aufgenommen haben, ist das Team seit dem 1. Januar 2022 komplett. Nun werden auch die Kreise Bad Kreuznach und Kusel durch jeweils eine Strukturlotsin unterstützt (Heike Bruckner und Marina Guliev). Die sogenannten Kreis-Strukturlotsinnen und -lotsen dienen interessierten Akteuren als zentrale Beratungs- und Kontaktstelle für Fragen rund um die Themen der Regionalentwicklung, insbesondere der Bereiche Tourismus, Gesundheit, Innenentwicklung und Wirtschaft.

Der Landkreistag RLP wird seit Jahresbeginn durch Elias Kappner unterstützt. Im Rahmen des Projekts übernimmt er die Vernetzung der Strukturlotsinnen und -lotsen und fungiert darüber hinaus als Ansprechpartner für rechtliche und fachliche Fragen. Aus den Erfahrungen und dem neuen Wissen wird Elias Kappner gemeinsam mit der KGSt Verstetigungsansätze ableiten, projektbegleitend mit dem Landkreis Südwestpfalz erproben und abschließend in einem Verstetigungskonzept ausarbeiten. Außerdem kommt dem sogenannten Landes-Strukturlotsen eine Sprachrohrfunktion zur Landes- und Bundesebene zu. Hier sollen gezielt Defizite und Verbesserungspotenziale im Hinblick auf bestehende und künftige Innovationsprojekte angebracht werden.

Für alle Projektbeteiligten fand am 31. Januar 2022 ein Auftaktworkshop statt. In Arbeitsgruppen wurden Arbeitspakete und Zeitpläne zu den Themen­bereichen Vernetzung, Ansprache und Aktivierung von Akteuren und Akteurinnen sowie zur Kommunikation entwickelt. Bei dem Treffen war den Teilnehmenden bereits die Freude auf das gemeinsame Vorhaben und die interkommunale Zusammenarbeit anzumerken.

Wir freuen uns schon auf die ersten Ergebnisse und werden Ihnen regelmäßig über die Fortschritte des Projekts berichten.

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