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Pressemeldung

Digitale Souveränität für Kommunen: DST und KGSt starten gemeinsame Initiative

Souverän ist, wer selbstbestimmt handelt. Was bedeutet diese Souveränität in der digitalen Welt? Technologische Abhängigkeiten schränken die Handlungsfreiheit ein. Das wurde in den letzten Monaten besonders offensichtlich. Technische Systeme, die nicht zusammenpassen, verhindern einen schnellen Informationsfluss. Nur eine bestimmte Software nutzen zu können, begrenzt die Möglichkeiten. Der Deutsche Städtetag und die KGSt starten eine gemeinsame Initiative, um das Thema "Digitale Souveränität" näher für die kommunale Ebene zu beleuchten.

Der Begriff "Digitale Souveränität" hat Hochkonjunktur. Nicht nur analog, sondern auch digital souverän zu handeln, ist für Kommunen grundlegend. Aktuell gibt es hier Abhängigkeiten, beispielsweise weil Software nicht flexibel anzupassen ist oder nur durch einen bestimmten Hersteller bereitgestellt wird. Die öffentliche Verwaltung von einzelnen Herstellern und Systemen unabhängiger zu machen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, auch im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft in der EU.

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages:
"Digitalisierung betrifft uns alle. Aber sie wird oft technisch diskutiert und häufig auch ausschließlich in Fachkreisen. Uns ist wichtig, den Begriff digitale Souveränität politisch zu übersetzen. Wir wollen Position beziehen zu technologischen Abhängigkeiten. Und wir wollen mit unserer gemeinsamen Initiative Antworten finden auf diese Fragen: Was verstehen wir in den Kommunen unter digitaler Souveränität? Welches politische Leitbild ergibt sich daraus für die Städte und ihr selbstbestimmtes Handeln?"

Neben einer politisch-strategischen Ausrichtung entstehen im Rahmen der Initiative auch konkrete Handlungshilfen. Sie unterstützen das kommunale Management dabei, zu mehr digitaler Souveränität in der kommunalen Praxis zu gelangen.

Dr. Klaus Effing, Vorstand der KGSt:
"Der zunehmende Einsatz von Open Source ist ein wichtiger Baustein für mehr digitale Souveränität der Kommunen. Wir werden gemeinsam mit unseren Mitgliedern konkrete Hinweise für die Forcierung von Open-Source-Strategien und deren sukzessive Umsetzung erarbeiten. Außerdem werden wir gute kommunale Beispiele vorstellen."

"Auf diese Weise bringen wir beide Stränge zusammen: Das politische Leitbild und die operative Umsetzung" erklären Dedy und Dr. Effing. Denn zu mehr digitaler Souveränität komme man nur dann, wenn kommunale Kräfte gebündelt werden.

Wir starten mit der Initiative direkt. Es werden mit unterschiedlichen Fachexpertinnen und Fachexperten zu den beschriebenen Zielen und Fragen in den nächsten Monaten in zwei Projektsträngen Ergebnisse erarbeitet. Über die Initiative werden wir Sie regelmäßig informieren.

Der Startschuss zur Initiative fällt mit einem gemeinsamen virtuellen Meeting am 7. Oktober 2020 um 15.00 Uhr. Merken Sie sich diesen Termin bitte bereits jetzt vor.

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