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Digitalisierung in der Sozialverwaltung

Beitrag in der Fachzeitschrift "Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit"

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund und Länder, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch elektronisch anzubieten. In einer aktuellen Veröffentlichung werden der Umsetzungsstand und die Auswirkungen auf die kommunale Sozialverwaltung thematisiert. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis erörtern Fragen des Datenschutzes und der digitalen Teilhabe und stellen Beispiele für den konkreten Einsatz digitaler Lösungen in der Eingliederungshilfe, Jugendberufshilfe, Sozialplanung und bei Familienleistungen vor.

 Buchcover: Digitalisierung in der Sozialverwaltung

In der Ausgabe 4/2021 der Fachzeitschrift "Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit" beschäftigt KGSt-Programmbereitsleiter Marc Groß sich damit, warum die Digitalisierung in Deutschland so langsam vorangeht. Dabei geht er auf den vermeintlichen Digitalisierungskatalysator Corona ein und plädiert für ein anderes – ein neues, föderales Denken.

Dazu gehört auch, dass das ständige Warten auf den anderen im föderalen System – insbesondere bei der Umsetzung des OZG – ein Ende haben muss. Die Kommunen warten auf die Länder, die Länder auf den Bund usw. Das hat sicherlich immer triftige Gründe. Es bringt die notwendige Digitalisierung der Verwaltung aber nicht zügig genug in die Umsetzung.

Wir haben aufgeteilte Verantwortlichkeiten. Das bringt das Prinzip des föderalen Systems mit sich und damit müssen wir umgehen. Was es dafür braucht, ist ein klares Rollenkonzept im gesamten föderalen System und ein abgestimmtes Vorgehen. Nur über die klare Definition von Verantwortung kann Integration und eine engere Zusammenarbeit gelingen. Und genau an dieser Stelle bleibt der Föderalismus ein ständiger Lernprozess.

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