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Impulse für das betriebliche Mobilitätsmanagement in Kommunen (14/2017)

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Beschreibung

Ähnlich wie Gebäude oder IT als Ressourcen zur kommunalen Produkterstellung genutzt werden, stellt auch die Bereitstellung von PKWs, Spezialfahrzeugen und Zweirädern sowie die Nutzung des ÖPNV bei vielen Prozessen eine notwendige Unterstützung zur Aufgabenerledigung dar.

Dies nach tradierten Vorgehensweisen abzuhandeln und darin lediglich die Fuhrparkverwaltung und Beschaffung von Fahrkarten zu sehen, wird den eigentlichen Anforderungen nicht gerecht. Vonnöten ist eine andere Perspektive: Zu hinterfragen, welche Reisebedarfe tatsächlich bestehen, welche Verkehrsoptionen lokal verfügbar sind und welche Zielvorgaben bei der Wahl des Verkehrsmittels maßgeblich sein sollen. Wichtig ist daher die Klärung der angestrebten Ziele als Basis für die Ausgestaltung von Dienstreisen und -gängen. Natürlich muss die Leistungserbringung optimal unterstützt werden. Zudem ergeben sich Wirtschaftlichkeitsziele aus den jeweiligen haushaltsrechtlichen Regelungen. Doch nehmen inzwischen ökologische Ziele sowie die Einbindung des eigenen betrieblichen Mobilitätsverhaltens in gesamtkommunale Ziele zunehmend Raum ein und bringen Überlegungen zur Vermeidung von Dienstreisen und -gängen in die Diskussion ein.

Erst auf dieser Basis kann der optimale lokale Mix der zu nutzenden Möglichkeiten zusammengestellt und die betriebliche Mobilität gesteuert werden. Beschaffungsfragen stehen also erst in einem späteren Stadium der vorangegangenen Analysekette an.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Vorbildfunktion, die Kommunen mit ihrem Mobilitätsverhalten in der Öffentlichkeit haben. Verfügbare Mobilitätsangebote und das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung sind im Wandel, die Kommunen müssen Schritt halten, wenn nicht Vorbild sein. Betriebliches Mobilitätsmanagement in Kommunen erfordert dazu einen ganzheitlichen, strategischen Ansatz!

Um dies wirtschaftlich, zielgerichtet und bedarfsgerecht zu organisieren, empfiehlt die KGSt die Einrichtung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements. Grundform sollte ein zentralisiertes Management sein.

Die kommenden Jahre werden tiefgreifende Änderungen bei Mobilitätsoptionen und -verhalten bringen. Kommunen, die sich um die Installierung eines gut funktionierenden Managements kümmern, sind dafür gewappnet und profitieren frühzeitig von den so erzielbaren Vorteilen.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke
20170811A0004
14/2017
24.08.2017
8555kb