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Budgetierung in Kommunen. Grundlagen, Erfahrungen und Optimierungspotenziale (19/2017)

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Beschreibung

Die Budgetierung ist nach wie vor der "Klassiker" unter den Planungs- und Steuerungsinstrumenten. Trotzdem wird ihre Eignung in der kommunalen Praxis zum Teil kritisch hinterfragt: Ist die Budgetierung den Anforderungen an ein modernes Planungs- und Steuerungsinstrument noch gewachsen?

Die Diskussion um die Schwachstellen der Budgetierung und das reformierte Haushalts- und Rechnungswesen mit seinem integrierten Steuerungskonzept sind Anlass zur Bestandsaufnahme und liefern wichtige Impulse zur Verbesserung. Keine Alternative ist hingegen ein Verzicht auf die Budgetierung - sie bleibt auch in Zukunft ein unverzichtbares Instrument der Planung und Steuerung.

Ausgehend von den Grundlagen und Rahmenbedingungen der Budgetierung, die in Kapitel 1 nochmals dargestellt werden, greift Kapitel 2 die Problembereiche auf und stellt die aktuelle Situation in den Kommunen dar. Kapitel 3 richtet den Blick auf bereits vorhandene Ansätze zur Verbesserung der Budgetierung, die in der Wissenschaft diskutiert werden. Da (Teil-)Aspekte des "Advanced Budgeting" und der "Modernen Budgetierung" durchaus Anstöße für eine Optimierung der kommunalen Budgetierung liefern können, werden diese Konzepte kurz vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ganzheitliche Ansätze, die sich an einer übergeordneten Gesamtstrategie und daraus abgeleiteten Zielen orientieren. Damit liegen ihnen ähnliche Prinzipien wie dem Kommunalen Steuerungsmodell (KSM) zugrunde, das sich insoweit als eine geeignete Grundlage zur Verbesserung der kommunalen Budgetierung erweist.

Auch wenn der Reifegrad der Budgetierung aufgrund langjähriger Erfahrungen in der kommunalen Praxis mittlerweile als vergleichsweise hoch eingeschätzt wird, sehen die Finanzverantwortlichen dennoch Entwicklungsbedarf (vgl. KGSt-Bericht 17/2015).

Welche Optimierungspotenziale und Gestaltungsmöglichkeiten stehen Kommunen zur Verfügung?

Vier Leitmotive zielen darauf ab, den örtlichen Planungs- und Budgetierungsprozess (kritisch) zu reflektieren sowie Optimierungspotenziale aufzudecken, um

  • die operative Planung besser mit den strategischen Zielen zu verknüpfen,
  • flexibel auf unterjährige Entwicklungen reagieren zu können,
  • den Aufwand für den Budgetierungsprozess überschaubar zu halten und
  • die für Veränderungsprozesse wichtige Rolle der Führungs- und Organisationskultur zu berücksichtigen.

Ein schrittweises Vorgehen ist dabei - je nach Ausgangslage - möglich, wobei der Gesamtkontext nicht ausgeblendet werden darf: Nur im Zusammenspiel entfalten die Leitmotive einschließlich der ihnen zugeordneten Instrumente, Verfahren und Methoden ihre volle Wirkung und tragen dazu bei, das Steuerungskonzept des Haushalts- und Rechnungswesens "mit Leben zu füllen".

Die Leitmotive für eine verbesserte kommunale Budgetierung werden in den Kapiteln 4.1 bis 4.4 dargestellt. Der Bericht wendet sich in besonderem Maße an die kommunalen Entscheidungsträger und Budgetverantwortlichen, denen bei der Budgetierung und im Veränderungsprozess eine wesentliche Rolle zukommt. Da die Budgetierung als zentrales Planungs- und Steuerungsinstrument aber gleichzeitig alle Phasen des Haushaltskreislaufs - von der Haushaltsplanung über dessen Vollzug bis hin zum Jahresabschluss - berührt und unterstützt, sind ebenso Fachkräfte und Akteure aus den Bereichen Finanzen und Controlling, Risikomanagement, Organisation und Rechnungsprüfung angesprochen.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Gerstacker, Michael
20171221A0002
Bericht 19/2017
21.12.2017
2108kb