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Reifegrad des kommunalen Finanzmanagements. Modell zur örtlichen Analyse (3/2017)

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Beschreibung

Das kommunale Finanzmanagement ist mit der Reform des Haushalts- und Rechnungswesens (verkürzt beschrieben: Doppik und Produkthaushalt, Steuerung über Ziele) in einen umfassenden Veränderungsprozess eingetreten. Auch wenn die Buchführung und die Haushaltsroutinen bereits sicher beherrscht werden, sind die Chancen einer verbesserten kommunalpolitischen Steuerung mit dem Haushalts- und Rechnungswesen in der kommunalen Praxis vielfach noch aufzugreifen. Neue oder veränderte Methoden und Instrumente des Finanzmanagements sind dabei ebenso bedeutsam wie veränderte Entscheidungsgrundlagen für die politisch-administrative Führung. Gute Führungsentscheidungen für die Kommune hängen wesentlich von der Leistungsfähigkeit des Finanzmanagements im Ganzen ab. Dabei kommt es nicht nur auf die isolierte Anwendung des Instrumentariums an, sondern auch auf deren Zusammenspiel - im engeren Umfeld des Finanzmanagements und mit Blick auf andere wichtige Querschnitts- und Fachthemen der Kommune.

Die Frage nach dem örtlich aktuell erreichten Entwicklungsstand des Finanzmanagements liegt angesichts dieser Situation auf der Hand. Wo stehen wir, werden die Methoden und Instrumente zur Verbesserung von Transparenz und Entscheidungsqualität genutzt, funktioniert deren Zusammenspiel?

Diese Fragen greift das Reifegradmodell auf. Es ist ein Analyseinstrument zur Einschätzung des Entwicklungsstandes von Methoden und Instrumenten des Finanzmanagements. Die Kommune erhält im Ergebnis eine örtlich-individuelle Standortbestimmung und vor allem Aufschluss über weitere zweckmäßige Entwicklungspfade. Das Reifegradmodell kommunalen Finanzmanagements erfasst drei Dimensionen: In der Breite werden die kommunalen Bereiche (= Entwicklungsstränge) betrachtet, die für die Weiterentwicklung des Finanzmanagements relevant sind. In der Höhe werden die Reifegrade abgetragen. In der Tiefe kann herausgefunden werden, wie ausgeprägt und stabil ein Entwicklungsstrang unter Berücksichtigung des konstatierten Reifegrades erreicht ist. Die tabellarische Darstellung erleichtert die unmittelbare Anwendung, Excel unterstützt die praktische Umsetzung (s. Excel-Tool, Kennung 20170213A0003, mit Erläuterungen im Anhang).

"Für die Einschätzung der Reife- und Fähigkeitsgrade sind die gesammelten Beispiele sehr hilfreich. In der AG-Sitzung war zudem ein unmittelbarer Vergleich mit anderen Kommunen möglich. Dies erleichterte eine realistische Einordnung." - so formulierte eine kommunale Führungskraft ihre Beurteilung nach Durchführung der Analyse mit dem Reifegradmodell.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Pook, Manfred
20170213A0002
Bericht 3/2017
30.01.2017
6563kb