KGSt Dokumentdetails

#Kreativ #Innovativ #Motiviert. Wie Kommunalverwaltungen sein sollten, in denen junge Menschen arbeiten möchten (4/2017)

Bewertung

Durchschnitt (0 Stimmen)

Beschreibung

Aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen stehen vor allem nachfolgende Arbeitsgenerationen vor großen Herausforderungen. Zur Bewältigung ihrer zukünftigen Aufgaben brauchen Kommunalverwaltungen ältere und jüngere Menschen.

Können und Wissen durchschnittlich älter werdender Belegschaften müssen zweifelsohne gefördert werden. Ob ein Generationswechsel gelingt, hängt aber auch davon ab, wie junge Mitarbeiter in die Verwaltungen integriert werden und wie die Zusammenarbeit mit älteren Beschäftigten gestaltet wird.

Um herauszufinden, wie junge Menschen zu gewinnen und zu halten sind, hat die KGSt den Innovationszirkel "Junge Verwaltungskräfte" ins Leben gerufen.

Diese Denkanstöße dokumentieren den interkommunalen Erfahrungsaustausch einer Gruppe junger Menschen. Gute Beispiele aus dem Kreis der teilnehmenden Kommunen geben darüber hinaus weitere Anregungen.

Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen motiviert sind, um Innovationen in ihren Verwaltungen mitzugestalten, dabei kreative Ideen haben und viel bewegen können. Dazu brauchen Sie Plattformen, um sich untereinander und mit erfahrenen Kollegen auszutauschen, um in Veränderungsprozessen eine aktivere Rolle einnehmen zu können.

Herausfordernd ist, Impulse junger Menschen mit traditionellen Denkweisen zu verbinden, um als Verwaltung attraktiv zu bleiben. In erster Linie geht es dabei nicht um generationenspezifische Problemstellungen oder um einen Generationenwechsel, sondern um einen erforderlichen Kulturwandel. Dieser ist Voraussetzung dafür, dass generationenübergreifend gut zusammengearbeitet wird. Generationenkonflikte entstehen dagegen, wenn "die Jüngeren" und "die Älteren" Vorurteile gegeneinander hegen.

Mitarbeiter und Führung haben einen großen Nutzen, wenn sich Kommunikation und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Verwaltung verbessern. Dies sind entscheidende Faktoren, um junge Menschen zu gewinnen, zu binden und zu motivieren.

Diese Denkanstöße bieten hierzu kritische Meinungsbilder und Sichtweisen, die dabei helfen können, die Situation junger Menschen in Verwaltungen besser zu verstehen. Daneben haben die Denkanstöße auch eine Motivationsfunktion, da über die aufgezeigten Gestaltungsmöglichkeiten deutlich wird, welche Potenziale in jungen Menschen stecken.

Um die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung zu sichern, ist es wichtig, dass sich Führungskräfte und etablierte Fachkräfte aufrichtig mit den Bedürfnissen von jungen Menschen auseinandersetzen, Feedback geben und es auch selbst zulassen. Dies ist insbesondere wegen demografischer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nicht nur "nice to have", sondern dringend notwendig.

Zudem ist es wichtig, dass sich junge Menschen aktiv einbringen und nicht nur Forderungen stellen. Ziel ist, jüngere und ältere Beschäftigte zu motivieren, auf einander zuzugehen und Verständnis für die unterschiedlichen Werte, Normen und Einstellungen der anderen Seite zu zeigen. Kommunikation ist dabei der entscheidende Aspekt!

Deutlich wird auch, dass sich die Bedürfnisse jüngerer Menschen nicht wesentlich von denen älterer Menschen unterscheiden, mit der Ausnahme, dass junge Menschen alternative Arbeitsformen fordern, um kreativer arbeiten zu können. Verwaltungen können ein Angebot schaffen, um sich über spezifische Bedarfe, Bedürfnisse und wichtige Themen auszutauschen, indem sie z. B. örtliche Zirkel und Projektgruppen bilden.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass es viele Themen gibt, die sowohl jüngere als auch ältere Menschen in Verwaltungen beschäftigen und diese Themen daher altersunabhängig große Schnittmengen haben. Im Vordergrund stehen dabei Personalmanagement und Steuerung. Daher wenden sich die Denkanstöße an die oberste Führungsebene in Kommunen, daneben an Führungskräfte nachgelagerter Ebenen sowie an Personal- und Organisationsentwickler.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Wilken, Norbert; Gray, Julie
20170220A0003
Bericht 4/2017
20.02.2017
1859kb