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Gebäudemanagement in Kommunen mit kleinen Objektbeständen (8/2019)

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Beschreibung

Auch für kleinere Gebäudebestände muss ein sach- und bedarfsgerecht organisiertes Gebäudemanagement aufgebaut werden, sie können nicht "en passant" mit verwaltet werden. Doch kann in diesen Fällen teils einfacher agiert werden, als es größere Bestände erfordern.

Die KGSt empfiehlt, auch bei kleinen Beständen Ziele für deren Nutzung und weitere Entwicklung zu definieren. Es sollte ein zentrales Gebäudemanagement eingerichtet und den Gebäudenutzenden Verantwortung für die von ihnen ausgelösten Ressourcenverbräuche zugeordnet werden. Dabei werden die Strukturen des Mieter-Vermieter-Modells als Grundlage empfohlen. Um die Verrechnung interner Mieten nicht unnötig formalistisch zu gestalten, skizziert der Bericht als Alternativen die Varianten "Mietverrechnung light" und "Handshake-Mietverrechnung".

Instrumente wie einheitliche Datenhaltung, regelmäßige Objektbegehungen, Instandhaltungs- und Folgekostenplanung sowie die Beachtung der Erfordernisse eines Bauinvestitionscontrollings bei der Durchführung investiver Maßnahmen sind auch bei nur wenigen vorhandenen Gebäuden unverzichtbar. Insbesondere sind Erhebung und Nutzung von Kennzahlen wichtige Bausteine der Steuerung. Hinsichtlich der technischen Unterstützung sind nicht durchgehend große und teure Spezialverfahren erforderlich, oft kann schon mit einfachen "Bordmitteln" ein wirksames Instrumentarium entwickelt werden.

Interkommunale Zusammenarbeit wird als bereichernde Handlungsoption empfohlen, ebenso wie der auf die lokalen Bedürfnisse abgestellte Leistungszukauf.

Die Ausgestaltung der Betreiberverantwortung stellt eine für alle Kommunen neu hinzugekommene Herausforderung dar, die losgelöst von der Größe des Gebäudeportfolios für jedes einzelne Objekt umzusetzen ist. Der Bericht empfiehlt, die damit verbundene Verantwortung innerhalb der Verwaltungsebenen klar zuzuordnen, regelmäßige Inspektionen und Wartungen zu veranlassen und zu dokumentieren.

Das Gebäudemanagement kann seine Aufgaben nur mit einer angemessenen Personalausstattung leisten. Dazu zeigt der Bericht einen Bemessungskorridor von rd. 8.000 bis 11.000 qm BGF pro Verwaltungsmitarbeitendem auf.

Beispiele aus Kommunen zu den einzelnen Themen runden den Bericht ab.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke;
20190711A0050
Bericht 8/2019
30.06.2019
7249kb