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Schlüsselkompetenzen in der digitalisierten Arbeitswelt. Teil 2: KGSt®-Kompetenzcheckdigital (3/2021)

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Beschreibung

Die Digitalisierung ist einer der prägenden Veränderungsprozesse unserer Zeit. Der zunehmende Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie, die steigende Vernetzung sowie der scheinbar unbegrenzte Datenverkehr und damit die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Informationen und Wissen haben einen fundamentalen Wandel der Arbeits- und Lebenswelt ausgelöst: Neue Services und Technologien verändern bestehende Lebens- und Arbeitsgewohnheiten nachhaltig. Aber welche Auswirkungen hat eine zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt auf die Kompetenzen, welche die tägliche Arbeit (er)fordert? Fest steht: Die digitalisierte Arbeitswelt verlangt zum einen nach "neuen" Kompetenzen. Zum anderen nimmt die Relevanz bestimmter bekannter Fähigkeiten und Fertigkeiten zu oder ab.

Fest steht aber auch: »DIE EINE digitale Kompetenz gibt es nicht!«

Die "Digitale Kompetenz" wird in vielen Ausschreibungen, Fortbildungsprogrammen oder Publikationen gefordert bzw. adressiert. Dabei handelt es sich nie um "eine" Kompetenz, sondern um ganz unterschiedliche Kompetenzfacetten, die im Zuge der Digitalisierung relevant sind. So, wie die Digitalisierung nicht einfach in einem Bereich zu verorten ist, können auch die erweiterten Anforderungen nicht auf eine Kompetenz verkürzt werden. Erst recht fokussieren die "neuen" oder stärker erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht nur den IT- und Medienbereich.

Die KGSt betrachtet die Digitalisierung als integralen Bestandteil des Arbeitslebens, welcher an jedem Arbeitsplatz mitzudenken ist und Auswirkungen auf die Kommunikation, die Zusammenarbeit, das Miteinander und die Beziehungen hat. Und damit sind nicht (nur) die Mensch-Maschine-Beziehungen gemeint, sondern vielmehr die Art und Weise zu handeln und strategisch zu planen sowie letzten Endes auch, wie Menschen Dinge hinterfragen.

Darum gibt es nach dem Verständnis der KGSt nicht die eine "Digitale Kompetenz", welche sich von anderen Kompetenzbereichen abgrenzen lässt. Vielmehr geht es darum, die neuen Ausprägungen in der digitalisierten Arbeitswelt in bestehende (Schlüssel-)Kompetenzmodelle zu integrieren. Schlüsselkompetenzen beschreiben erfolgskritische Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche derart grundlegend sind, dass sie – unabhängig von spezifischen Fachkompetenzen wie etwa im Bereich Finanzen, Bauen oder Gesundheit – von allen Mitarbeitenden in unterschiedlichen Ausprägungen benötigt werden. Schlüsselkompetenzen sind z. B. persönliche, soziale oder strategische Kompetenzen.

Die KGSt hat mit dem ersten Teil dieses Berichtes acht Schlüsselkompetenzen beschrieben, die als KGSt®-Schlüsselkompetenzkatalog für die digitalisierte Arbeitswelt ein Verständnis von "digitalen Kompetenzausprägungen" als Grundlage für die operative Arbeit, wie der Personalentwicklung und der Personalauswahl, schaffen (siehe Bericht 6/2020: Schlüsselkompetenzen in der digitalisierten Arbeitswelt. Teil 1: KGSt®-Schlüsselkompetenzkatalogdigital).

Ergänzt wird der KGSt®-Schlüsselkompetenzkatalogdigital durch den KGSt®-Kompetenzcheckdigital, welcher in diesem zweiten Berichtsteil vorgestellt wird und zudem im KGSt®-Portal als interaktives Tool zur Verfügung steht. Er hilft dabei, die Schlüsselkompetenzen in der digitalisierten Arbeitswelt weiter zu operationalisieren und für die Personalauswahl und -entwicklung vor Ort direkt nutzbar zu machen.

Die Excel-Tools können Sie hier abrufen:

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Seiter, Kathrin; Krellmann, Anika; Peter, Maximilian
20210128A0002
3/2021
10.02.2021
965kb