KGSt Dokumentdetails

New Work in Kommunen. Erste Schritte auf dem Weg in neue Arbeitswelten (6/2021)

Bewertung

Durchschnitt (12 Stimmen)

Beschreibung

Die Arbeitswelt befindet sich, angetrieben durch die digitale Transformation sowie die Globalisierung, im Wandel. Auch Kommunen müssen sich für diesen Wandel rüsten, damit sie mit den Entwicklungen Schritt halten und eine Bürgerorientierung weiterhin ermöglichen können. Um den Herausforderungen der sich verändernden Arbeitswelt zu begegnen, braucht es eine neue Form von Arbeit. Damit sind keine klaren Modelle oder Methoden gemeint, sondern eine gänzlich neue Haltung, mit der Organisationen und Menschen Arbeit gestalten.

New Work setzt genau hier an und geht dabei über isolierte Maßnahmen hinaus. Wenn von New Work gesprochen wird, sind also nicht nur agile Methoden, neue Räumlichkeiten oder Selbstorganisation gemeint. Nein! New Work betrifft alle Facetten von Arbeit.

Kommunen können durch den Einsatz von New Work einen Mehrwert für Organisationsaspekte und auch Mitarbeitende schaffen. Die mit New Work verbundenen Haltungen und Methoden fördern Kreativität, Innovationen und eine verbesserte Work-Life-Balance. Dabei muss New Work nicht in Gänze umgesetzt werden, vielmehr können auch einzelne Aspekte zur Anwendung kommen.

Dabei gilt, dass mit den einzelnen Handlungsansätzen von New Work jederzeit, in unterschiedlichen Ausprägungen und unabhängig von der Größenklasse begonnen werden kann. Für den kommunalen Einsatz gibt es dabei weder den "einen" richtigen Zeitpunkt noch eine "One-Size-Fits-All-Lösung". Es gibt auch keine "Blaupause", so dass jede Kommune ihren eigenen Weg zur Umsetzung des New-Work-Ansatzes finden sollte.

New Work drückt sich in Kommunen durch vier Stoßrichtungen aus:

  • Meine Arbeit stiftet mir und anderen Sinn
  • Arbeite wo und wann du willst
  • Jenseits der Organigramme und Silos
  • Jenseits der Hierarchie

Meine Arbeit stiftet mir und anderen Sinn

Das Handeln der Kommunen wird durch die kommunale Daseinsvorsorge bestimmt. Ihre Tätigkeiten dienen der örtlichen Gemeinschaft und damit dem Gemeinwohl. Eine gute Voraussetzung, um Sinn in der eigenen Tätigkeit zu finden. Darüber hinaus können Verwaltungen mit Maßnahmen des klassischen Personalmanagements und einem gut organisierten Kulturwandel das Sinnerleben der Mitarbeitenden fördern.

Arbeite wo und wann du willst

Für die Umsetzung des New-Work-Ansatzes ist eine größtmögliche Arbeitsflexibilisierung empfehlenswert. Dies bezieht sich einerseits auf den zeitlichen und andererseits auf den örtlichen Aspekt. Innovative Raumkonzepte unterstützen dabei wesentlich die örtliche Flexibilisierung der Arbeit.

Jenseits der Organigramme und Silos

Bei einer Veränderung der Arbeitswelt in Richtung von New Work muss die Struktur der Organisation und die Art der Zusammenarbeit angepasst werden. Agile Rahmenbedingungen wie Kanban, Scrum oder Service Design sowie agile Praktiken können eingesetzt werden.

Jenseits der Hierarchie

New Work definiert Führung neu. Der traditionelle Führungsgedanke wird durch ein Aufeinandertreffen von Führungskräften und Beschäftigten auf Augenhöhe abgelöst. Führungskräfte müssen ihre Mitarbeitenden mit weiteren Kompetenzen ausstatten, ihnen mehr Befugnisse übertragen und sie in den Entscheidungsfindungsprozess deutlich mehr einbinden.

Was ist New Work aber wirklich? Und was bedeutet New Work für Kommunen? Antworten auf diese Fragen finden Sie im KGSt®-Bericht "New Work in Kommunen. Erste Schritte auf dem Weg in neue Arbeitswelten" (6/2021).

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Beys, Marc; Schönfeld, Ruven; Seiter, Kathrin; Stertz, Andrea
20210909A0003
6/2021
30.09.2021
3193kb