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Rahmenregeln bei dezentraler Ressourcen- und Ergebnisverantwortung (B 4/2000)

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Beschreibung

Einer der Grundpfeiler des Neuen Steuerungsmodells ist die Dezentralisierung der Ressourcen- und Ergebnisverantwortung auf die Fach-/Servicebereiche. Dezentrale Ressourcen- und Ergebnisverantwortung kann jedoch nicht im "rechtsfreien" Raum stattfinden. Steuerungsmöglichkeiten bezogen auf die Ergebnisse und Wirkungen des Verwaltungshandelns haben Politik und Verwaltungsführung durch in Kontrakten mit den Fachbereichen vereinbarte Finanz- und Leistungsziele.

Für eine zentrale Binnensteuerung der Verwaltung sind weiterhin produkt- und bereichsübergreifende Rahmenregeln notwendig, um ein aus einer Gesamtsicht handelndes und geführtes System zu erhalten.

Folgende zentrale Aussagen enthält der vorliegende KGSt-Bericht:

  • Mit Rahmenregeln in den Handlungsfeldern Gesamtsteuerung, Allgemeines Management (Organisation, Informationsverarbeitung etc.), Personal, Finanzen, Information/Öffentlichkeitsarbeit werden folgende Ziele verfolgt (vgl. Abschnitt 1.3):
    - Umsetzung bzw. Wahrung kommunaler Interessen und Ziele; Gesetzeskonformität
    - Verbesserung der (Außen-)Wirkung, d.h. von Effizienz und Effektivität
    - Handlungssicherheit, Rechtssicherheit und Chancengleichheit für die Fach-/Servicebereiche bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    - zielgerichtete geplante Qualitätssicherung.
  • Die Entscheidung zwischen zentraler Steuerung und dezentraler Verantwortung ist aufgrund der unterschiedlichen (Steuerungs-)Interessen von Verwaltungsführung und Fach-/Servicebereichen in vielen Fällen konfliktbeladen (vgl. Abschnitt 2.2 und 2.3). Rahmenregeln werden deshalb unter Beteiligung aller Interessengruppen entwickelt (vgl. Abschnitt 3.5).
  • Um die angestrebte Ergebnisverantwortung und Flexibilität der Fach-/Servicebereiche nicht zu "behindern", sondern im besten Falle eher zu fördern und darüber hinaus einer "Bürokratisierung" der Verwaltung durch umfangreiche Regelwerke entgegenzuwirken, müssen sich Rahmenregeln auf das notwendige Minimum beschränken, ergebnis- und wirkungsorientiert sein und für die Fach-/Servicebereiche Gestaltungsfreiräume erhalten (vgl. Abschnitt 3.2 - 3.4).
  • Je klarer und vollständiger das Zielsystem einer Kommune vom Leitbild bis zu in Kontrakten vereinbarten Leistungs- und Finanzzielen ist, desto geringer ist die Notwendigkeit, Rahmenregeln aufzustellen und auszudifferenzieren. Auch die gelebte "Vertrauenskultur" beeinflusst die Regelungsnotwendigkeit über Rahmenregeln. Umso stärker eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens und des Lernens aus Fehlern in der Verwaltung verankert ist, desto geringer kann die Regelungsdichte und -tiefe ausfallen (vgl. Abschnitt 5).
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Klein, Hortense
20000726B001Y
Bericht 4/2000
07.07.2000
1776kb