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Neue Steuerung der Gebäudereinigung (B 1/2001)

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Beschreibung

Gebäudereinigung ist einer der Hauptkostenblöcke der laufenden gebäudewirtschaftlichen Leistungen und damit besonders starkem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Der Bericht zeigt auf, wie die Steuerung aller damit verbundenen Arbeiten und Geschäftsprozesse besonders unter der Anwendung der Gedanken des Neuen Steuerungsmodells weiter verbessert werden kann und sich so Optimierungspotenziale erschließen lassen.

Grundsätzlich gilt: Die Gebäudereinigung muss umstrukturiert werden: Von bloßer Verwaltung der Reinigungsarbeiten hin zu einer nachfrageorientierten, professionell ausgerichteten Leistungserbringung.

Der Bericht empfiehlt, die Organisation der Gebäudereinigung in die Hand einer zentralen Servicestelle zusammen zu führen. Von der Wahrnehmung dieser Aufgaben in Eigenregie der Nutzer wird grundsätzlich abgeraten.

  • Das bedeutet, dass bezüglich der Eigenreinigung das gesamte Reinigungspersonal und alle Geschäftsprozesse zur Erbringung der Reinigungsleistungen bei der Servicestelle zusammen zu führen sind. Von Organisation bzw. Durchführung der Reinigung durch jeden Nutzer selber wird abgeraten. Ausnahmen kommen lediglich für Spezialbauten, wie z. B. Bäder in Betracht. Eine eigene Leistungserbringung wäre nur dann sinnvoll, wenn ein ausreichend großes Raumkontingent vorhanden ist.
  • Auch die Vergabe von Reinigungsleistungen wird von der Servicestelle wahrgenommen.

Dabei wird die Servicestelle jedoch im Auftrag der Gebäudenutzer tätig, nicht kraft eigenen Ermessens.

Mit dieser Struktur lassen sich bereits auf organisatorischer Ebene Erfolge erzielen.

Darüber hinaus können weitere finanzielle Einsparpotenziale erschlossen werden, indem die Gebäudenutzer in die Verantwortung für die Gebäudereinigung mit einbezogen werden. Voraussetzung dafür ist es, im Rahmen der Budgetierung den Nutzern die Kosten der von ihnen angeforderten Gebäudereinigung verursachergerecht im Wege der internen Leistungsverrechnung in Rechnung zu stellen. So können wirksam Anreize zur Kostensenkung gegeben werden.

Die zentrale Serviceeinheit muss professionell organisiert und gesteuert werden.

Es wird empfohlen, die generelle Steuerung der internen Serviceeinheit auf folgenden Spitzenkennzahlen aufzubauen:

  • einer Kennzahl zur Leistungsmenge,
  • einer finanzwirtschaftlichen Kennzahl.

Flankierend zu den genannten Spitzenkennzahlen sind durch geeignete Maßnahmen wie Kundenbefragungen, Beschwerdeanalysen etc. die Rückkoppelung zu den Gebäudenutzern als Leistungsabnehmern herzustellen.

Der Bericht greift die bisherigen gebäudewirtschaftlichen Empfehlungen der KGSt aus den Berichten 4/1996 und 7/2000 auf und ergänzt sie um die Fachspezifika der Gebäudereinigung. Er ersetzt damit den KGSt-Bericht 2/1987.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke
20010315B001Y
Bericht 1/2001
27.02.2001
1980kb