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Optimierungspotenziale im Baubetriebshof. Qualität und Kosten (B 4/2002)

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Beschreibung

In Zeiten zunehmender Haushaltskonsolidierungszwänge wächst auch der Druck, die Pflege und Unterhaltung öffentlicher Infrastruktur (Grünflächen, Straßen etc.) wirtschaftlich zu gestalten. Viele Kommunen haben zur Wahrnehmung dieser Aufgaben Baubetriebshöfe gegründet. Dieser Bericht knüpft an die KGSt-Berichtsserie zum Baubetriebshof an und beschäftigt sich mit der Leistungsoptimierung im kommunalen Baubetriebshof.

Ziffer 1 stellt die Rolle des Baubetriebshofes im Wettbewerb dar. Die Leistungen kommunaler Baubetriebshöfe können durchaus auch von privaten Unternehmen erbracht werden. Die Antwort auf die Frage, ob eine Kommune oder mehrere Kommunen gemeinsam einen Baubetriebshof unterhalten sollen, hängt von der Qualität und dem Preis der erstellten Leistungen ab. Maßstab ist der Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund müssen sich Baubetriebshöfe konsequent fit für den Wettbewerb machen.

Aus Sicht des Baubetriebshofes gilt es, diese Chance zu nutzen. Der Bericht empfiehlt der Baubetriebshofleitung unter Ziffer 2 daher, die Steuerung auf den Grundpfeilern

Transparenz schaffen - Ziele setzen - kennzahlengestützt steuern

aufzubauen. Speziell zur Steuerung mit Kennzahlen wird ein Kennzahlensystem angeboten, das der örtlichen Steuerung zu Grunde gelegt werden sollte.

Für die Baubetriebshofleitung gilt es zudem, nicht isoliert nur die Kostenseite zu betrachten, sondern gleichwertig die Qualität der erbrachten Produkte zu steuern. Dazu wird in Ziffer 3 der Qualitätsbegriff und die Rolle der Kunden beleuchtet. Wesentlicher Bestandteil des Berichtes ist ein speziell entwickelter Baubetriebshof-Check und ein Fragebogen zur Kundenzufriedenheit. Beide Instrumente sind aufeinander abgestimmt und ermöglichen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen sowie erste Anhaltspunkte zur Verbesserung zu geben.

Als Pendant zur Qualität beschäftigt sich Ziffer 4 mit dem Kostenmanagement. Zunächst wird als unabdingbarer genereller Mechanismus zur Kostenoptimierung ein Kreislauf aus

  • Kostenerfassung,
  • Auftraggeber-/Auftragnehmerstrukturen,
  • Interner Leistungsverrechnung,
  • Budgetierung

dargestellt. Ergänzend werden Aussagen zu den Hauptblöcken Personal- und Sachkosten getroffen. Abgerundet wird der Kostenaspekt mit Überlegungen, wie verschiedene Stufen von Vergabe und Privatisierung sinnvoll zur Kosten- und Leistungsoptimierung genutzt werden können.

Der Bericht ist primär aus der Sicht des Baubetriebshofes geschrieben, greift aber im Kontext auch immer wieder den gesamtkommunalen Blickwinkel und die Schnittstellen zur Verwaltungsführung auf.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke
20020516B001Y
Bericht 4/2002
08.04.2002
1331kb