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Kommunale Gebäudeflächen optimal nutzen (B 10/2004)

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Beschreibung

Im Zuge der Entwicklung hin zu moderner kommunaler Gebäudewirtschaft haben viele Städte, Gemeinden und Kreise erkannt, welch hohe Kosten mit Eigentum und Nutzung von Immobilien verbunden sind. Um deren Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, bieten sich grundsätzlich zwei Ansatzpunkte an:
  • Minimierung der einzelnen Kostenblöcke und
  • Optimierung der Gebäudeflächennutzung.

Allein das Ausmaß der in Anspruch genommenen Fläche ist schon ein wesentlicher Parameter für die Folgekosten. Deshalb wendet sich der Bericht gezielt diesem Punkt zu und zeigt Wege zum bewussten und sparsamen Umgang mit der Ressource Gebäudefläche auf.

Die Gebäudeflächen, die im Rahmen einer Nutzungsoptimierung eingespart werden, müssen erst gar nicht teuer unterhalten und bewirtschaftet werden! Systematische Herangehensweise schafft heute zudem den Grundstein für spätere kostengünstige Gebäudenutzung.

Es muss das oberste Ziel sein, sich von ad hoc getroffenen Einzelfallentscheidungen und bloßer Reaktion auf Anforderungen zu lösen und zu einem systematischen Rahmen und vorausschauenden Planungen zu gelangen. Vor diesem Hintergrund müssen Kommunen sich mit folgenden Aspekten beschäftigen:

  • Die relevanten Einflüsse, die sich auf die Gebäudeflächennutzung auswirken, kennen und werten: Beim Umgang mit Flächen gilt es, äußerst unterschiedliche Einflüsse, mit verschiedenen zeitlichen, regionalen und inhaltlichen Ausprägungen zu beachten. Einigen Einflüssen kann gegengesteuert werden, andere müssen hingenommen werden. Die Kenntnis dieses Umfelds ist zur gezielten Flächenentwicklung unerlässlich.
  • Den eigenen Gebäudebestand mit seinen nutzungsspezifischen Daten und Merkmalen kennen: Die kostenrechnerische Abbildung von Gebäuden wird bereits von vielen Kommunen angestrebt. Aber aus dem eingangs dargelegten Gedanken der zwei Wege zur Wirtschaftlichkeitssteigerung folgt, dass auch die Nutzungsseite adäquat betrachtet werden muss. Die KGSt hat dazu ein Schlüsselkennzahlensystem entwickelt, das es ermöglicht, die wesentlichen Parameter zu erfassen und damit zu den Kosten auch einen Überblick über Nutzungen zu gewinnen.
  • Die an der Nutzung Beteiligten einbinden: Um die eigene Strategie zu definieren, ist neben der Kenntnis der zu beachtenden Einflüsse und des Gebäudebestandes der verwaltungsinterne Informationsaustausch ein weiterer Grundpfeiler. Je besser die mittel- und langfristigen Pläne der Gebäudenutzer bekannt sind, umso besser ist eine situationsgerechte Flächenentwicklung möglich. Deshalb ist es zwingend, dass die Nutzer ihre gebäudewirtschaftlichen Pläne und Absichten frühzeitig offen legen.
  • Den eigenen Weg zur Nutzungsoptimierung entwickeln und beschreiten: Jede Kommune muss ihren eigenen Weg, ihre eigene Strategie finden.

Es gilt, heute den Grundstein für das wirtschaftliche Handeln von morgen zu legen. Also nicht zukünftige Überkapazitäten zu schaffen, sondern eine auf die eigene örtliche Situation abgestimmte Handlungsweise zu entwickeln. Flexibilität ist gefragt. Die Fortführung tradierter Muster greift zu kurz, weil damit nicht alle Potenziale erschlossen werden können. Deswegen veröffentlicht die KGSt keinen Standardwert à la "12 qm pro Sachbearbeiter/-in". Es wird stattdessen eine funktionsbezogene Herangehensweise empfohlen, die sich viel stärker an der tatsächlich notwendigen Fläche orientiert, als pauschale Vorgaben.

Der Bericht bietet zu den hier genannten Aspekten Hilfestellungen an. Insbesondere beinhaltet er ein umfangreiches Fundstellenverzeichnis mit weiterführenden Informationen.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke
20041122B0013
Bericht 10/2004
16.11.2004
334kb