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Management kommunaler Integrationspolitik. Strategie und Organisation (B 7/2005)

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Beschreibung

Kommunen wetteifern in einer globalisierten Ökonomie als Standorte internationaler Unternehmen. Der Warenaustausch auch mittelständischer Firmen überschreitet zunehmend nationale Grenzen. Offenheit und Toleranz der Stadtgesellschaften werden damit immer mehr zu bedeutenden Standortfaktoren.

In vielen Kommunen ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen, in einigen Großstadtquartieren bilden sie bereits die Mehrheit. Die Qualität des Zusammenlebens von Einheimischen und Zuwanderern wird damit zu einem zentralen Einflussfaktor für die Attraktivität einer Kommune.

Die demografische Entwicklung in Deutschland und das Zuwanderungsgesetz verleihen der Frage, wie erfolgreich Kommunen Integrationspolitik betreiben, ein neues Gewicht und eine hohe Aktualität.

Integrationsmanagement kann wesentliche Potenziale für die Entwicklung von Kommunen erschließen, wenn Strategie, Steuerung und Organisation passend ausgestaltet sind.

Der Bericht fußt auf diesem Potenzialansatz als neuem Paradigma für Integrationsmanagement und folgt damit den integrationspolitischen Empfehlungen der kommunalen Spitzenverbände. Das bedeutet eine Ergänzung einer bisher eher problem- oder defizitorientierten Sichtweise um Aspekte, die die Potenziale benennen, wie z.B. Bürgerengagement oder Wirtschaftsförderung.

Der Potenzialansatz verlangt eine strategische Steuerung der Integrationsarbeit und eine Verortung der Gesamtverantwortung für die Querschnittsaufgabe auf der ersten Führungsebene. Die aufbauorganisatorische Lösung wird, abhängig von der Größenklasse variieren. In großen Städten wird die Organisationseinheit für Integration vor allem Aufgaben der strategischen Steuerung übernehmen. In kleineren Kommunen kann eine weit gehende Bündelung sinnvoll sein bis hin zur Einbeziehung der Ausländerbehörde.

Der Bericht gibt Empfehlungen und führt konkrete Praxisbeispiele an zu den Faktoren, die aus Sicht der KGSt über den Erfolg oder Misserfolg der Integrationsarbeit entscheiden, z. B.:

  • Erarbeitung eines integrationspolitischen Gesamtkonzepts,
  • Formulierung von Zielen und Messung des Integrationserfolgs,
  • Vernetzung und Koordination der Angebote der Verwaltung und der anderen Träger.

Die Produkte der "Organisationseinheit für Integration" werden beschrieben und dabei die Leistungen der Ausländerbehörde, deren Aufgabenzuschnitt sich mit dem Zuwanderungsgesetz verändert hat, einbezogen.

Die Vielzahl von Handlungsfeldern der Integrationsarbeit, von der Stadtentwicklung über die Wirtschaftsförderung bis zur Kultur, in denen Kommunen konkrete Integrationsarbeit leisten, wird benannt. Beispiele für Handlungsansätze werden gegeben.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Reichwein, Dr. Alfred
20051206A0013
Bericht 7/2005
05.12.2005
648kb