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Ermittlung des Verwaltungsaufwandes "Kosten der Unterkunft (KdU)". Ergebnisse aus der Begleitung von zwei örtlichen Prozessen (B 13/2006)

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Beschreibung

Mit der Einführung des Gesetzes zur Gewährung von Grundsicherung für Arbeitslose (SGB II) erfolgte eine Zusammenlegung der bis dahin getrennt gewährten Leistungen Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe. In diesem Zusammenhang wurden auch die Trägerschaften für die Leistungen neu auf den Bund und die Kommunen verteilt. Hinsichtlich der Berechnung der Abrechnungsmodalitäten für die anfallenden Verwaltungskosten gibt es verschiedene Alternativen.

Mit Schreiben vom 08. März 2006 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mitgeteilt, dass es bereit ist, in den Fällen, in denen es keine oder keine eindeutigen vertraglichen Vereinbarungen zur Abrechnung der auf die Erbringung kommunaler Leistungen entfallenden Verwaltungskosten gibt, ohne gesonderte Nachweise und Belege einen pauschalen Anteil der kommunalen Verwaltungskosten an den gesamten Verwaltungskosten im Jahre 2006 von 12,6 % zu akzeptieren.

Sowohl die Landeshauptstadt Stuttgart als auch der Hessische Landkreistag haben die KGSt gebeten, örtliche Prozesse zu begleiten, in deren Rahmen die mittleren Bearbeitungszeiten (mBz) für die im Zusammenhang mit dem SGB II anfallenden kommunalen Prozesse ermittelt werden sollten. Hierdurch sollten gesicherte Erkenntnisse hinsichtlich des zeitlichen Umfanges gewonnen werden, der für die Aufgabenerledigung benötigt wird.

Im nachfolgenden Bericht sind die methodische Vorgehensweise zur Ermittlung der mittleren Bearbeitungszeiten sowie die Ergebnisse (Prozesszeiten) aus den beiden Projektbegleitungen detailliert beschrieben.

Am Ende der Darstellungen zu den durchgeführten Prozessen werden ergänzend Empfehlungen gegeben, wie diese Werte örtlich individuell ermittelt werden können. Ebenfalls ist beschrieben, wie auf dieser Basis der Stellenbedarf ermittelt werden kann, der für die Erledigung der kommunalen Aufgaben benötigt wird.

Auf den Seiten 21 und 22 sind für jede der beteiligten Kommunen die mittleren Bearbeitungszeiten je Prozess dargestellt worden. Außerdem wurde ein Durchschnittswert (Median) ermittelt, der alle im Rahmen der Untersuchungen erfassten Daten berücksichtigt. Insofern können diese Durschnittswerte von Kommunen, die keine örtlichen Erhebungen durchführen wollen, für eigene Bemessungsverfahren verwendet werden, weil die Werte wegen der Vielzahl der berücksichtigten Daten einen relativ hohen Genauigkeitsgrad haben. Kommunen, die ihre eigenen Prozesse kritisch reflektieren und optimieren wollen, können die (Best-)Werte zur Orientierung verwenden, um zielgerichtet Optimierungsmaßnahmen einzuleiten.

Nicht ermittelt wurde, wie hoch der kommunale Finanzierungsanteil (KFA) an den Gesamtkosten ist, da hierfür weitere Erhebungen notwendig gewesen wären, die aber im Rahmen der begleiteten Prozesse nicht Untersuchungsgegenstand waren.

Alle im Rahmen der Projektbegleitungen entwickelten Erfassungs- und Auswertungsprogramme sowie alle Anschreiben und Hinweise stehen den Mitgliedern zur freien Verwendung in der Wissensdatenbank im KGSt®-Portal zum Download zur Verfügung. So kann jede Kommune bei Bedarf ihre eigenen Daten erheben und diese dann IT-gestützt auswerten. (Kennung: 20061214B001A)
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Greskowiak, Dirk
20061215B0012
Bericht 13/2006
13.12.2006
977kb