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Integrationsmonitoring (M 2/2006)

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Beschreibung

Nach der Veröffentlichung des KGSt-Berichts 7/2005 "Management kommunaler Integrationspolitik" wurde von einigen Mitgliedsstädten der Wunsch artikuliert, für die dort angesprochene Wirkungsmessung der Integrationsarbeit konkrete Hilfestellungen zu bekommen. Ein hierzu gebildeter Innovationszirkel wandte sich drei Aufgaben zu:
  1. Erarbeitung eines Indikatorensets für das Integrationsmonitoring.
  2. Erarbeitung von Indikatoren für die Wirkungsmessung im Handlungsfeld Interkulturelle Öffnung.
  3. Erarbeitung von Indikatoren für die Wirkungsmessung im Handlungsfeld Wohnen.

Im Innovationszirkel beteiligten sich neben den Integrationsbeauftragten der Kommunen Kolleginnen und Kollegen aus der Statistik und als ständige Gäste Vertreter der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sowie Vertreter der Wissenschaft. Damit sollte im Dialog eine Vereinheitlichung bei der Suche nach Indikatoren und die Entwicklung eines praktikablen Standards versucht werden. Dieses Ziel wurde erreicht.

Diese Materialie beschreibt ein Indikatorenset für die Bestandsaufnahme und das Monitoring kommunaler Integrationspolitik auf der Ebene von gesellschaftlichen Zuständen.

Es darf nicht verschwiegen werden, dass für einzelne Handlungsfelder die Zustandsbeschreibung wegen fehlender oder unzureichend differenzierender Daten nur sehr rudimentär erfolgen kann. Hier sind noch Anstrengungen zu unternehmen, um in Zukunft bei verschiedenen Akteuren auf der Bundes- und Landesebene die Aussagekraft der Daten bezüglich der Lage von Menschen mit Migrationshintergrund (nicht nur: Ausländern) zu verbessern.

Die Zahl der Indikatoren ist gering, die Datenerhebung so einfach wie möglich. Dieses Indikatorenset ist von großen wie kleinen Kommunen anwendbar, eine Voraussetzung für die Vergleichbarkeit der Zustände in der kommunalen Integrationspolitik.

Das Monitoring ist gegenwärtig "nur" geeignet, den Stand der Integration zu messen und Veränderungen im Zeitablauf zu dokumentieren. Damit wird allerdings die Grundlage für eine spätere Wirkungsmessung gelegt.

Das eigentliche Anliegen einer Wirkungsmessung unterschiedlicher Rahmenbedingungen, Angebote oder Leistungen ist damit noch nicht erfüllt, kann und soll aber auf dieser Grundlage weiter verfolgt werden.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Reichwein, Dr. Alfred
20061220B0015
Materialien 2/2006
18.12.2006
458kb