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Personalkostenmanagement. Möglichkeiten zur Optimierung der Personalkosten (B 4/2007)

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Beschreibung

Die Personalkosten sind ein hoher Ausgabenblock in den kommunalen Haushalten. Im Jahr 2006 betrugen die Personalausgaben rd. 30 % der Ausgaben des Verwaltungshaushalts. Im Zusammenhang mit den Personalkosten entstehen weitere nicht unerhebliche Sachkosten (z. B. Raumkosten, Arbeitsplatzausstattung). Je nachdem, wie hoch der Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten ist, steigt ihre Bedeutung für und ihr Einfluss auf die Haushaltsausgabenstruktur.

Viele Kommunen haben das Ziel, ihre Personalkosten zu senken. Die Gründe liegen vorrangig in der kommunalen Finanzkrise. Mit einer Senkung dieser Kosten erhofft man sich einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Für die traditionell eingesetzten Instrumente ("natürliche" Fluktuation nutzen, Wiederbesetzungssperre, Einstellungsstopp) gab es einen breiten Konsens. Sie reichten aber vielfach nicht aus oder es stellten sich Wirkungen ein, die nicht beabsichtigt oder nach langer Wiederbesetzungssperre nicht mehr tragbar waren. Daher sind immer mehr Kommunen gefordert, auf der Grundlage neuer Ansätze Personalkosten abzubauen.

Je niedriger die Personalkosten sind, desto mehr finanzielle Flexibilität und Spielräume erhält und schafft sich die Kommune. Schließlich ist es eine Pflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, öffentliche Mittel nur in dem unbedingt notwendigen Umfang zu verwenden und kommunale Leistungen wirtschaftlich zu erbringen. Dies ist auch als ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit zu verstehen, durch den künftigen Generationen finanzielle Handlungsmöglichkeiten gesichert werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es durchaus Ergebnis eines strategischen Prozesses sein kann, dass es nicht zu einer Senkung der Personalkosten, sondern zu einer Kostenoptimierung anderer Prozess- und Betriebskosten kommt. Es geht dabei darum, die Gesamtleistung der Verwaltung zu verbessern - was u. U. sogar mit einer Erhöhung der Personalkosten (wenn die Wirtschaftlichkeit stimmt!) verbunden sein kann.

Vor diesem Hintergrund verfolgt dieser KGSt-Bericht folgende Ziele:

  • Darstellung der Möglichkeiten zur Optimierung der Personalkosten im Rahmen einer gesamtstädtischen Strategie.
  • Aufzeigen der Wege zu einer notwendigen Personal- und Personalkostenanpassung.
  • Bewertung der mit den Optimierungsmöglichkeiten und Umsetzungsstrategien verbundenen Chancen und Risiken.
  • Verbindung bisheriger KGSt-Empfehlungen zu Einzelaspekten des Themas.
Der Bericht wendet sich an alle Personen, die als Führungskräfte oder verantwortliche Mitarbeiter/-innen der Kommunalverwaltung aufgerufen sind, die Personalkostenentwicklung der eigenen Verwaltung zu gestalten und zu steuern. Angesichts der Breite und Komplexität des Themas können in diesem Bericht nicht alle angesprochenen Themenfelder in einer Tiefe behandelt werden, die eine unmittelbare Umsetzungsmöglichkeit in der kommunalen Organisations- und Personalarbeit erlauben. Dies gilt vor allen Dingen für die Abschnitte zur Ermittlung des Stellenbedarfs und zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Aus diesem Grund verweisen wir teilweise auf Vertiefungsberichte der KGSt (z. B. KGSt-Bericht zur Personalkostenbudgetierung).
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Krutoff, Heike
20070228B0012
Bericht 4/2007
01.10.2017
444kb